
Solar-Weltrekord in Stuttgart: Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) holte den Weltrekord in der Dünnschichtphotovoltaik wieder ins „Ländle“. Wissenschaftler am Standort Stuttgart erreichten mit einer Solarzelle aus Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (CIGS) einen Wirkungsgrad von 21,7 Prozent. Im Sommer hatten schwedische Forscher die Marke der Schwaben um 0,7 Prozentpunkte übertroffen. Jetzt gelang die Revanche.
Der Vorsprung gegenüber den auf dem Markt dominanten multikristallinen Solarzellen wächst mit der neuen Spitzenleistung auf 1,3 Prozent. „Unser Fortschritt bestätigt erneut das immense technologische Potenzial der CIGS- Dünnschichtphotovoltaik“, sagt ZSW-Vorstand Michael Powalla. Der Leiter des Geschäftsbereichs Photovoltaik ergänzt: „Die Labordaten zeigen, dass beim Wirkungsgrad in den nächsten Jahren weitere Steigerungen möglich sind. Die Kosten für die CIGS-Technik können dadurch noch stärker sinken.“
Solar-Rekord öffnet Chancen für einen deutlich größeren Marktanteil
Der neue Rekordprozess ist im Labor sehr gut reproduzierbar: Die Stuttgarter Wissenschaftler stellten über 40 Zellen mit Wirkungsgraden über 21 Prozent her. „Das deutet auf eine gute Übertragbarkeit in die industrielle Fertigungstechnik und damit auch in die Massenproduktion hin“, betonen sie. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE bestätigte die Ergebnisse.
Der Wirkungsgrad von Solarzellen ist eine der wichtigsten Stellschrauben, um die Kosten der Solarenergie zu senken. Er gibt an, wie viel von der eingestrahlten Lichtleistung der Sonne in elektrische Energie umgewandelt wird. „Es wird wahrscheinlich noch eine Weile dauern, bis der gesteigerte Wirkungsgrad in die Modulproduktion eingeht“, erklärt Powalla. „17 bis 19 Prozent sind jedoch in den nächsten Jahren sehr gut möglich.“ CIGS-Module auf dem Markt verfügen derzeit über einen Wirkungsgrad von rund 15 Prozent – „Module haben durch ihre größere Fläche einen niedrigeren Wirkungsgrad als Solarzellen“, erklären die Wissenschaftler am </ZSW</I>.
Dünnschichtphotovoltaik spart im Vergleich zu Standardsolarzellen durch eine mikrometerdünne Beschichtung Material und Energie; für die künftige Produktion ist das ein erheblicher Kostensenkungsfaktor.
red
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