
Tschernobyl-Revival: Chinesen bauen Solarkraftwerk in der Todeszone des havarierten AKW.
Ein Sonnenkraftwerk mit einer Leistung von einem Gigawatt wollen zwei chinesische Unternehmen in der 30-Kilometer-Sperrzone rund um das Ende april 1986 explodierte ukrainische Kernkraftwerk bauen. Das meldet jetzt das World Economic Forum unter Berufung auf Agenturberichte.
Sonnenkraftwerk auf verstrahltem Gelände soll saubere Energie liefern
Die Kernschmelze des Reaktors in der ukrainischen Stadt Pribjat hat weite Regionen in Nord- und Mitteleuropa (bis nach Bayern) mit radioaktiven Isotopen belastet. Auch nach Jahrzehnten ist das Gebiet um Tschernobyl nicht bewohnbar. Die Bewohner düfen wegen der Strahlenbelastung nur zweimal jährlich kurz in ihre ehemaligen Wohnungen zurückkehren - obwohl findige Torismus-Manager inzwischen die Sperrzone als lukratve Destination entdeckt haben und regeklmäßig Neugierige bis in die Nähe des Reaktors chauffieren.
Der ukrainische Energieminister Ostap Semerak lockt derweil fremde Investoren. In der Sperrzone ist der Grund günstig und kein Mensch stört die Neuansiedlung auch platzgreifender Anlagen wie ausgedehnter PV-Felder. Die Chance ergreifen jetzt chinesische Investoren. GCL System Integration Technology und China National Complete Engineering Corp wollen mit der Solarfabrik der Ukraine neue Unabhängigkeit von russischen Energielieferungen verschaffen.
Seit mit der Finanzspritze der Europäischen Union das kaputte AKW mit einer neuen Schutzhülle überdacht und damit die Strahlung eingedämmt wird, hoffen die veranzwortlichen, dass das Gelände um Tschernobyl erneut zur Energieversorgung für eine wachsende Weltbevölkerung genutzt werden kann.
pit
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