
Mit Solarenergie haben wir die Möglichkeit unseren Energiebedarf auf sauberem Wege zu decken. Das Problem dabei: Im Sommer gibt es Sonne satt, doch im Winter sieht das ganz anders aus. Und in den Wintermonaten frieren, will doch wirklich keiner. Speicheranlagen müssen deshalb her und zwar solche, die die Energie auch über Monate hinweg speichern, eben vom Sommer bis in den tiefsten Winter.
Bisher gibt es zwar gute Möglichkeiten die Sonnenenergie für kurze Zeit zu speichern - die sogenannten Pufferspeicher sind mit Wasser befüllt und ermöglichen so eine Wärmespeicherung der Solarenergie über einige Tage, allerdings gestaltet sich die Speicherung über mehrere Monate schwierig.
In Deutschlands größter Solarthermie-Anlage in Crailsheim-Hirtenwiesen in Baden-Württemberg findet auf dem Gebiet gerade eine wahre Revolution statt. Hier soll der Wärmebedarf eines Wohngebietes zur Hälfte mit Sonnenenergie gedeckt werden – und das ganzjährig!
Erdsondenspeicher machen's möglich!
Möglich ist das mit Hilfe eines sogenannten Erdsondenspeichers. Im Sommer gelangt durch Solarenergie erwärmtes Wasser in die Erdsonden. Die Erde nimmt die Wärme auf und speichert sie über lange Zeit. Im Winter wird die Wärme dem Boden wieder entzogen und gelangt über spezielle Wärmepumpen ins Versorgungsnetz. So können die Anwohner selbst im tiefen Winter ihre Häuser und ihr Wasser mit Sonnenenergie wärmen – mit gespeicherter wohlgemerkt! Zwei Pufferspeicher, also Kurzzeitspeicher, gibt es in dem System auch. Diese machen sogar 15 Prozent mehr Wärme nutzbar als andere Speicher dieser Art, denn statt bis 95 °C, kann sich das Wasser darin sogar bis 108°C erhitzen. Reicht die Energie aus den Pufferspeichern dann irgendwann nicht mehr aus, springt der Langzeitspeicher ein.
Das Gute daran: So teuer ist das Ganze gar nicht. Die eingesetzte Wärmepumpe sorgt dafür, dass der Erdsondenspeicher besonders effizient arbeitet und seine Speicherkapazität besonders hoch ist. Diese Innovation stellt einen echten Durchbruch dar, denn die Speicherung von Solarenergie war bisher immer ein heikles Thema. Das Beispiel Crailsheim-Hirtenwiesen zeigt, dass auch dieses Problem lösbar ist. Ein weiterer Schritt in Richtung Energiewende!
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