Sonnenstrom bleibt auch 2015 lukrativ

Strom aus Solarkraft Foto: Wikimedia CC/W. J. Pilsak

Sonnenstrom lohnt sich weiter: „Für Hausbesitzer lohnt sich die Solarstromerzeugung mit erhöhtem Eigenverbrauch und guter Planung weiterhin finanziell“, ist Carsten Tschamber vom Solar Cluster Baden-Württemberg auch 2015 überzeugt.

Die Vergütungssätze für neu errichtete Solaranlagen fielen seit Änderung der EEG-Novelle im Sommer 2014. Dennoch hält Tschamber auch die Renditeaussichten für Anlagen auf Firmendächern – trotz der Eigenverbrauchsbelastung – für nach wie vor „attraktiv“. So zitiert ihn zumindest der Branchendienst eine aktuelle Presseinformation des Solar Clusters Baden-Württemberg. In beiden Fällen rechne sich die Investition oft nach rund 10 bis 13 Jahren. Über die Anlagenlaufzeit sei, so der Solarverein, ein „Gewinn von 4 bis 6 Prozent gut möglich“. Der Verband weist darauf hin, dass dies sei „deutlich mehr, als Festgeld derzeit bringt“.

Bedingung sei jedoch: Stromverbrauch und Erzeugung müssen aufeinander abgestimmt sein.

 

Zweifel an der Rentabilität des Solarstroms: unbegründet

 

Seit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im vergangenen Sommer zweifeln viele Hausbesitzer und Firmenchefs an der Rentabilität des selbst erzeugten Solarstroms. Diese Einschätzung spiegele sich in der geringeren Anzahl an Neuinstallationen in den vergangenen Monaten. „Lag der jährliche Anlagenzuwachs vor wenigen Jahren noch bei bis zu 7 Gigawatt“, rechnet der Branchenverein vor, „waren es 2014 nur noch rund 2.“ Er bewertet das als „vergebene Chance für viele Investoren, ob Eigenheimbesitzer oder Gewerbetreibende“. Dagegen sagt Tschamber: „Die Solarstromerzeugung rechnet sich immer noch, das ist eine Tatsache.“

 

Attraktive Renditen bei Neuanlagen seien allein mit der Einspeisung in das Stromnetz jedoch nicht mehr möglich. Vor allem der Eigenverbrauch des selbst erzeugen Sonnenstroms sei ein Pfeiler künftiger Wirtschaftlichkeitsrechnungen. Er sei pro Kilowattstunde um viele Cent lukrativer als die Vergütung, sagt der Verein: „Inzwischen bieten Händler und Solarteure verstärkt Lösungen an, den Stromverbrauch, die sogenannte Last, stärker in die Tageszeiten zu verschieben, zu denen die Solaranlage Kilowattstunden erzeugt. So kann man mehr Strom vom Dach selbst nutzen und das ohne Speicher.“

Das Solar Cluster rät, sich dazu an spezialisierte Firmen aus der Region zu wenden.


red

 

 

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