
Städte im Wandel: Radfahren und öffentliche Verkehrsmittel kommen allmählich in Mode. Ein aktueller Forschungsbericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) zeigt jedoch, „dass der europäische Verkehrssektor immer noch ein wesentlicher Faktor für hohe Konzentrationen von Treibhausgasen, Luftverschmutzung und Lärm ist“.
Transport and Environment Reporting Mechanism (TERM) lautet der Bericht. Er belegt erneut, welchen Belastungen die EU-Bürger durch den Stadtverkehr ausgesetzt sind. Lärm und Abgase sind die Kehrseite des Verkehrs. TERM betont, dass auch die Vereinten Nationen erst im Herbst 2013 die Schadstoffe aus den Autos als krebserregend einstuften.
Stadtleben ohne Lärm, dicke Luft und lange Pendlerzeiten
Viele Städte verbesserten, so TERM die städtische Umwelt erfolgreich, indem sie sich mit zwei Seiten des Problems auseinandergesetzten. „Die Menschen wurden ermutigt, nicht motorisierte Transportvarianten und öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen und gleichzeitig wurde die PKW-Nutzung eingeschränkt“, schreiben die Autoren in einer Pressemeldung zu ihrem Bericht. Trotz anfänglicher Opposition, würden solche Systeme beliebt bei den Einwohnern, hält der Bericht fest. Er argumentiert, dass solche positiven Beispiele Gemeinden ermutigen sollen, Maßnahmen und Politiken an anderer Stelle zu wiederholen.
Hans Bruyninckx, der Exekutivdirektor der EUA: „Viele Städte wenden innovative Ideen an, die das Auto-basierte Verkehrssystem wie eine Idee aus dem letzten Jahrhunderts aussehen lassen. Stadtleben muss nicht verschmutzte Luft, Staus, Lärm und lange Fahrzeiten bedeuten. Neue Ideen im Stadtverkehr verwandeln viele Städte in angenehmere, gesündere Lebensräume.“
Leuchtendes Beispiel ist die immer bessere Infrastruktur für Fahrradfahrer in den Städten der EU. Das löse einen sich selbst verstärkenden Trend aus.
TERM erwähnt als Positiv-Entwicklung, dass die Emissionen aus dem innerstädtischen Verkehr EU-weit leicht zurück gingen. Dennoch dämpft die EUA den Optimismus: „Nichtsdestotrotz sind tiefere Schnitte von Jahr zu Jahr notwendig.“ Eine Reduzierung um 0,6 Prozent reiche nicht, um das Ziel eines 60 Prozent-Minus bis 2050 umzusetzen.
red
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