Vorbild Bill: Einsatz für eine gerechte Sache

Bill bei der Protestaktion Foto: Greenpeace/Leard Forest Alliance

Bill Ryan ist ein Umwelt-Held: Der 92-jährige Weltkriegsveteran geht für seine Überzeugung jetzt sogar hinter Gitter. Ryan nämlich will einfach nicht nachgeben und kämpft gegen die Abholzung des australischen Leard State Forest. Dort plant die Firma Whitehaven Coal eine gigantische neue Kohlegrube.

Mit 150 anderen Umweltaktivisten legt es Bill drauf an. Friedfertig sind die Demonstranten: Er sitzt einfach in seinem Campingstuhl zwischen den aufgestellten Transparenten und wartet auf die Police-Officers, die den alten Mann und seine jungen Mitstreiter abführen sollen. Denn Whitehaven Coal sieht durch die Aktion ein knapp 800 Millionen Dollar-Projekt gefährdet. So viel kalkulieren die Manager des Unternehmens laut Presseberichten mit dem Abbau von jährlich 15 Millionen Tonnen Kohle zu kassieren.

 

Jeder besitzt das Recht sich gegen Ungerechtigkeit zu wehren

 

Stunden lang harrten die Protestierenden aus, dann klickten die Handschellen.

„Ich mache das für die Kinder“, beschreibt Old Bill sein Motiv für die Besetzung des Minenterrains. Er habe damit gerechnet, abgeführt zu werden, schreibt er: „Aber schließlich hat jeder Mensch ein Recht, sich gegen Ungerechtigkeit zu wehren – speziell, wenn wir damit gegen die Vernichtung vieler Arten, wie sie beim Abholzen des Waldes für die Kohlegrube vernichtet würden, einsetzen.“

Außerdem wolle er verhindern, dass die Kohle verfeuert werde. Das heize bloß den Klimawandel noch mehr an, sagt Bill. Zudem protestiere er auch gegen die Ignoranz der Politiker. Es gäbe über 300 Petitionen gegen die Grube und nur eine einzige Eingabe dafür. Es sei doch einfach nicht demokratisch, auf dieser Grundlage die Bagger graben zu lassen.

Bill Ryans Einsatz ist bewundernswert und ermutigend: „Ich habe nur noch wenige Jahre zu leben“, sagt der 92-Jährige, „ich riskierte im Krieg mein Leben für die Freiheit, da werde ich doch jetzt für die Zukunft nicht vor dem Knast zurückschrecken dürfen.“


pit

 

 

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