
Salami-Taktik: Immer neue Zahlen Betroffener Arbeiter beim Zwischenfall in US-Atomlager. Erst hieß es „keine Opfer“, dann waren es 13 verstrahlte Arbeiter – jetzt räumt der Betreiber des amerikanischen Atomlagers Waste Isolation Pilot Plant (WIPP) ein, dass „weitere Menschen untersucht“ würden, die ebenfalls strahlende Partikel eingeatmet haben könnten.
Projektleiter Farok Sharif lehnte es nach einem Bericht auf Spiegel-Online „unter Hinweis auf die Privatsphäre der Betroffenen“ ab, eine Einschätzung zu geben, wie viel Strahlung die Männer unter Tage im Salzstock ausgesetzt worden waren. Dort lagert das US-Militär Produktionsreste aus der Bombenproduktion und Strahlenmüll aus anderen amerikanischen Laboren.
Auch Müll aus der Atomforschung in Los Alamos ist betroffen
In der 1999 fertig gestellten Anlage des US-Energieministeriums sollten nach Presseberichten demnächst in gut 600 Meter Tiefe auch etwa 4.000 Fässer aus den National Laboratories von Los Alamos angeliefert und dort neben den Behältern mit Abfällen aus dem Bombenbau gestapelt werden. In Los Alamos nämlich stehen sie im Freien, Schutzvorrichtungen gibt es nur wenige.
Bei 139 Personen – diese Zahl nennt inzwischen die Presse - sollen sich beim jüngsten Zwischenfall in der Anlage Nahe Carlsbad in New Mexico strahlende Partikel auf der Kleidung abgesetzt haben. Vermutlich seien einige Fässer in den WIPP-Stollen undicht, sagen die Betreiber. Wie viele Minenarbeiter das Americium 241 eingeatmet haben, ist noch nicht klar. Die Untersuchungen dauern an.
pit
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