
Der 18. Januar ist der Tag des Schneemanns. An diesem Tag sollte man etwas karitatives oder umweltbewusstes unternehmen- am besten in Kooperation mit einem Schneemann.
2010 wurde der 18. Januar als Tag des Schneemanns ernannt. Und das nicht ohne Hintergedanken: die „1“ steht für den Besen, den der Schneemann in seiner Hand zu halten pflegt. Die „8“ symbolisiert seinen meist wohlgeformten Körper.
Mit seiner markanten Karottennase und seinen schwarzen Kohleknopfaugen ist der Schneemann aus der heutigen Winterlandschaft nicht mehr wegzudenken. Doch das war nicht immer so: zwar schrieb schon Shakespeare über Schneeskulpturen, aber der Schneemann als eigene Figur tauchte erst 1770 in einem Leipziger Kinderliederbuch auf.
Somit ist auszugehen, dass der Urtyp des Schneemanns aus Sachsen stammt. Der Vorfahre hatte damals aber eine eher bedrohliche Statur. Auf alten Kupferstichen wird er meist als grimmiges, weißes Ungetüm dargestellt. Das sei den Menschen des 17. und 18. Jahrhunderts nicht zu verdenken. Damals war der Winter eine harte Zeit, die man schnell überstehen wollte.
Der Schneemann wird zur Winterikone
Doch ab dem 19. Jahrhundert gelang es der Familie der Schneemänner ihr Image zu verbessern. Mit dem Fortschritt änderte sich auch die Einstellung zum Winter und somit auch zu seiner Symbolfigur. Man konnte sich mit der eisigen Zeit besser arrangieren und entdeckte bestimmte Vorzüge der kalten Jahreszeit, wie Schlittschuhlaufen und Schlittenfahren.
So wurde der Schneemann ab Ende des 19. Jahrhunderts zu einem richtigen Star und eroberte die Postkarten- und Werbeindustrie. Seit über hundert Jahren gibt der Schneemann nun seine alljährlichen Auftritte auf der ganzen Welt. Vor allem die Kinder lieben ihn.
Leider hat die Familie der Schneemänner seit einigen Jahren extrem zu leiden. Der Klimawandel bedroht ihre Existenz. Die ersten Ausmaße dieser Gefahr werden heute schon deutlich: die Schneemänner bleiben ungern längere Zeit an einer Stelle. Die Erderwärmung scheucht sie ständig auf. Rastlos irren sie umher, an vielen Orten fühlen sie sich nicht mehr wohl.
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