Friedensnobelpreis heute an ICAN verliehen

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Der Friedensnobelpreis wurde heute in Oslo an die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) verliehen. Das Bündnis aus weltweit etwa 450 Friedensgruppen und Organisationen, die sich seit Jahren für die - atomare - Abrüstung engagieren, wird damit für ihre Friedens-Bemühungen geehrt.

 

Im Juli dieses Jahres haben 122 Staaten bei den Vereinten Nationen einen Vertrag zum Verbot aller Atomwaffen beschlossen. ICAN kämpft seit der Gründung vor etwa zehn Jahren für ein solches Abkommen. Seit dem 20. September 2017 liegt der Vertrag in New York zur Unterzeichnung aus, 56 Länder haben bereits unterschrieben. Als viertes Land nach Vatikanstadt, Thailand und Guyana hat Mexiko jetzt den Vertrag für ein Verbot von Nuklearwaffen ratifiziert. Aber erst wenn 50 Staaten ihn ratifiziert haben, tritt der Vertrag 90 Tage später in Kraft. Die Atommächte sowie alle NATO-Staaten boykottieren dieses Abkommen bislang.

 

„Diese Auszeichnung kommt genau im richtigen Moment und ermutigt uns, Widerstand zu leisten und Atomwaffen sofort zu ächten“, sagt Sascha Hach aus dem Vorstand von ICAN Deutschland. „Das internationale Atomwaffenverbot ist das Gegengewicht zu Donald Trump und Kim Jong-un. Es muss daher von möglichst vielen Staaten unterstützt werden. Auch Deutschland muss endlich unterzeichnen. Es ist eine Schande, dass die Bundesregierung diesen wegweisenden UN-Vertrag boykottiert und sich an die fatale Nuklearallianz mit den USA klammert. Sie muss sich – auch im Sicherheitsinteresse Deutschlands – endlich von der Abschreckung und der gefährlichen Eskalationspolitik Trumps lösen und die Atomwaffen aus Deutschland abziehen. Nur so kann sie glaubwürdig und wirksam für Abrüstung und Deeskalation eintreten.“

Auch die deutsche Bevölkerung möchte die Ächtung dieser grausamen Waffen und den Beitritt Deutschlands zum Verbotsvertrag. Das zeigen repräsentative Umfragen. demnach sind 71 Prozent der Bundesbürger der Meinung, dass die künftige Bundesregierung das Abkommen unterzeichnen sollte.

 


Quelle: Nobel Preis Facebook

 

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