
Erneuerbare Energie oder Weltkulturerbe: Nicht nur in Dresden gerät die moderne Entwicklung in den Zielkonflikt mit der Bewahrung des Erbes der Menschheit. Auch in Japan versucht die Stadt Fujinomiya City einen Mittelweg zu finden. Sie will verhindern, dass große Photovoltaik-Felder oder Windräder den Blick auf den in Japan heiligen Berg Fujiyama verschandeln.
Die Stadt am Fuß des höchsten Bergs in Japan lebt vom markanten Kegel des Vulkans (japanisch: Fuji). Der über 3.770 Meter hohe, oft von Wolken verhüllte Mount Fuji zieht Touristen aus aller Welt in den Shizuoka-Bezirk auf der japanischen Hauptinsel Hanshu.
Nur 1.000 Quadratmeter kleine Solarfelder erlaubt
Jetzt beschloss die Kommunalverwaltung, dass im Norden sowie im Südwesten und im Südosten der 130.000 Einwohner-Stadt keine Windräder errichtet werden dürfen, die höher als zehn Meter sind. Sie behindern sonst den freien Blick auf den Berg. Auch für Solarfabriken schrieben die Stadtväter im Sommer neue Regeln auf. Die Sonnenkraftwerke dürfen nicht größer als 1.000 Quadratmeter sein.
Nur auf den Dächern von Wohnhäusern unterliegen die Felder mit den Solarpanelen keinen Beschränkungen.
Das Bauverbot für die Kraftwerke gilt nun für etwa zwei Drittel des gesamten Stadtgebiets von Fujinomiya City. Die Kommunalpolitiker sind sich einig, dass sie ihre zusammen sechs möglichen Welt-Kulturerbe-Gebiete nur mit diesen drastischen Verboten schützen könne. Im Zielkonflikt zwischen moderner Energieerzeugung und der Bewahrung des kulturellen Erbes entschieden sie sich für das Erbe: „Wir begrüßen erneuerbare Energien“, heißt es im Rathaus, „aber wir können nicht jede Größe der Anlagen brauchen.“
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