
Trauer in Japan- Klage gegen Regierung und Tepco: Auf den Tag genau zwei Jahre ist es her, dass ein verheerendes Erdbeben und ein nicht minder zerstörerischer Tsunami das Land erschütterten. Mehr als 18.000 Menschen verloren ihr Leben, Hunderttausende waren gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen. In einer Schweigeminute um 14:46 Uhr, dem Beginn der Katastrophe, gedachte ein ganzes Volk all dieser Opfer.
Aus Angst vor radioaktiver Strahlung um Fukushima leben nach dem zweitgrößten Atomunfall der Welt noch heute mehr als 300.000 Menschen fernab ihrer Heimat. Da der Bau neuer Wohnungen nur schleppend vorangeht, sind viele von ihnen in Notunterkünften untergebracht.
Sammelklage gegen Staatsregierung und Tepco
Etwa 800 betroffene Bürger Japans haben jetzt nach Informationen von Bild und Spiegel Online gegen die Staatsregierung und den Betreiber des Atomkraftwerks, Tepco, geklagt. Sie wollen eine Beschleunigung der Aufräumarbeiten erreichen und verlangen monatlich 50.000 Yen (400 Euro) bis zur endgültigen Wiederherstellung des Gebiets.
Regierungschef Shinzo Abe sicherte schnelle Hilfe zu- doch bis es so weit ist, werden vermutlich noch Jahrzehnte ins Land gehen. Gut 50.000 Menschen werden nie wieder in ihre Heimat zurückkehren können.
In Deutschland hatte der Atomunfall zum im Sommer 2011 bekannt gegebenen Atomausstieg und zur direkten Abschaltung von acht Atommeilern geführt. Doch die Diskussionen um die Atomkraft reißen nicht ab: In einer Studie des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz) hatte dieser kürzlich zum sofortigen Ausstieg aufgerufen, da die verbliebenen neun Atommeiler am Netz erhebliche Sicherheitsmängel aufwiesen. NISO
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