
“Keine Zeit“ gilt den meisten Befragten als Grund für ungesundes Essen: Das ergaben aktuelle Zahlen, die das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) jetzt vorstellte. Danach glauben 54 Prozent der Menschen in Deutschland, sie ernährten sich gesund.
Das BMEL stützt sich auf eine repräsentative Erhebung.
60 Prozent fehlt Zeit für gesunde Ernährung
Laut Ministerium stufen insbesondere Ostdeutsche und Frauen mit jeweils 62 Prozent ihre Ernährung besonders positiv ein. Kaum einen Unterschied mache demnach die Schulbildung der Befragten: „57 Prozent der Menschen mit Volks- oder Hauptschulabschluss und 56 Prozent der Abiturienten und Hochschulabsolventen halten ihren Speiseplan für gesund und ausgewogen“, zitiert die Behörde das Umfrageergebnis.
Die Gründe für eine schlechte Einschätzung der eigenen Ernährungsweise werden dominiert von der verfügbaren Zeit: 60 Prozent aller Befragten, die angeben, dass es gelinge ihnen nicht immer, sich im Alltag gesund zu ernähren, führten „mangelnde Zeit als Grund“ an, so eine Agenturmeldung. Darin heißt es aber auch: „Immerhin 43 Prozent bekennen sich zu einer Vorliebe für ungesundes Essen.“
In der Umfrage berufen sich die Befragten aus Ostdeutschland zu 70 Prozent auf Zeitmangel und zu 33 Prozent auf die Vorliebe für Ungesundes. Im Westen Deutschlands sagen dagegen nur 58 Prozent, sie würden aus Hast ungesund essen - dafür ist aber ihr Appetit auf „Junk-Food“ mit 45 Prozent wesentlich höher.
Geldmangel führt zu ungesunder Ernährung
Fatal: Als weitere Gründe für ungesunde Ernährung nennen die Befragten „ fehlende finanzielle Möglichkeiten (22 Prozent), nicht genügend Informationen (19 Prozent) und mangelndes Interesse (18 Prozent)“. Immerhin 16 Prozent der Befragten halten fehlende Angebote für ausschlaggebend. Während sich 30 Prozent der Befragten mit Volks- oder Hauptschulabschluss unzureichend informiert fühlen und 33 Prozent angaben, zu wenig Geld für eine gesunde Ernährung zu haben, war die Informationslage bei Befragten mit Abitur oder Universitätsabschluss nur zu 11 Prozent ausschlaggebend, finanzielle Aspekte immerhin zu 18 Prozent.
red
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