Leben – unplugged: das Experiment machte Spaß

Screenshot: Cast/Audiovisuelle Medien, ZHdK

24 Stunden ohne Strom: Fünf Studierende der Zürcher Hochschule der Künste wagten das Experiment – und teilten, was dabei passierte, via Live-Stream im Netz mit allen Interessierten.

So entstand eine Kampagne für EnergieSchweiz . Der Studiengang Cast / Audiovisuelle Medien will damit „möglichst vielen Leuten die Wichtigkeit des Stromsparens nochmals in Erinnerung rufen“. globalmagazin erzählen die Fünf ihre Erfahrung während der 24 langen unplugged Stunden...

 

24 Studen ohne Strom: War die Aktion eher als Kunst oder als Demontration gegen modernes Leben gedacht?

Wir ZhdK-Studierende versuchen natürlich immer auch den künstlerischen und kritischen Aspekt eines Projekts zu berücksichtigen. Bei einem Partner wie EnergieSchweiz ist da natürlich auch “out of the Box-denken“ angebracht. Der Mittelpunkt der Aktion war deshalb, auf das Stromsparen aufmerksam zu machen, ohne dabei «belehrend» zu wirken.

 

Zunehmende Vernetzung: für Digital Natives ein wichtiges Thema

 

Das Video sieht ein wenig aus, wie eine Persiflage auf "Big Brother" im TV: Warum habt Ihr diese Form gewählt?

Wir fanden es interessant eine für RTL und Co. untypische WG in den Mittelpunkt unserer Handlung und Message zu setzen. Gleichzeitig wollten wir mit der Umkehrung, eine stromlose Situation, live zu streamen, ein weiteres Verständnis dafür schaffen, was mit Strom möglich ist, und was ohne diesen zugleich nicht mehr möglich ist. Also die Schnittstelle des Digital Natives mit einem künstlichen Black out erzeugen.

 

War die Aktion auch ein Nachdenken über unsere zunehmend vernetzte Welt?

Gespräche der Bewohner während des Livestreams haben auf jeden Fall gezeigt, dass auch Digital Natives sich Gedanken zu der zunehmenden Vernetzung machen. Wir leben in einem Global Village, und die anerzogene «Abhängigkeit» von Elektrizität war spürbar.

 

Erkenntnis: die Zeit-Effizienz von Elektrizität

 

Die Teilnehmer schienen vor allem Spaß zu haben - gab es auch Erkenntnis?

Natürlich war es eine Ausnahme-Situation. Ein Experiment, an welchem auch die Teilnehmer Spaß hatten. Wir denken aber, dass die Laune sich schon nach einer kurzen zeitlichen Verlängerung, auf etwa 72 Stunden, ohne Elektrizität, gewandelt hätte.

So war auch die Haupt-Erkenntnis: Die Zeit-Effizienz von Elektrizität und die Erhöhung des Lebensstandards.

 

Welchen Schluss zieht Ihr jetzt aus den 24 Stunden? Was verändern sie?

Das Bewusstsein für die Effizienz von Elektrizität, ganz klar.

Wir hoffen, dass Zuschauer einerseits gut unterhalten wurden und andererseits wir auch Anstoß gaben, sich mit dem Thema Energiesparen kritisch auseinander zusetzen.


pit

 

 

Lesen Sie auch:

 

Ein riesigeer Beitrag zur Energiewende

Über eine Milliarde Menschen leben ohne Strom

Energiesparen: Duschen bis die Eisscholle schmilzt

Most Wantes

Sarah Baker Foto: LLL/flickr CC

Hoffnung für den Klimaschutz

Wissenschaftler am Lawrence Livermore Forschungslabor haben nicht nur den Schlüssel gefunden, mit...


Foto: Pixabay CC/PublicDomain/Pexels

Kehrseite des Sportevents: Tonnenweise Essensmüll

Superbowl: In der Nacht des Football-Endspiels der besten Teams verzehren die Zuschauer – im...


Foto: Pixabay CC/PublicDomain/Arek Socha

Neuer Ansatz für Ökoenergie: Strom aus Wassertropfen

Neue, Idee für die Energiewende: Wissenschaftler der City University Hongkong entwickelten einen...


Neu im global° blog

Foto: Pressenza (CC BY 4.0)

Atomwaffen verstoßen gegen das Recht auf Leben

Die Organisationen IALANA, IPPNW und ICAN weisen anlässlich des Tages der Menschenrechte auf den...


Foto: ZDF / Martin Kaeswurm

"Schattenmacht Blackrock"

Der amerikanische Finanzinvestor Blackrock verwaltet im Auftrag seiner Kunden über sechs Billionen...


Screenshot: gunther-moll.de

Die Botschaft

Eine lebenswerte Zukunft im Einklang mit der Natur ist auf diesem Planeten möglich, wenn wir uns...


Folgen Sie uns: