„Look, that’s the Earth!“

Foto: Piotr Antonow/Archimedes Exhibitions

„Beam me up“... dorthin, wo ich noch niemals war! Eine Ausstellung der ganz besonderen Art präsentiert seit Anfang des Monats das polnische Copernicus Science Centre in Warschau. Auf 435 Quadratmeter über 3 Stockwerke zeigt die Schau die Welt der Astronauten und Satelliten und ermöglicht damit einen ganz neuen und sonst nur vom All aus zu erkennenden Blick auf unseren zerbrechlichen blauen Planeten.

Archimedes Exhibitions ist eine international ausgerichtete Berliner Kommunikationsagentur für Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur. Ihre internationale Crewaus Architekten, Grafikern, Szenografen, Software-Entwicklern, Produktdesignern, Elektronikern, Tischlern, Textern und Redakteuren will den Besuchern des 2011 eröffneten Copernicus Science Centre eine Show der superlative bieten. Erwartet werden dort immerhin 200.000 Gäste pro Jahr.

 

Verantwortung für den grünen Planeten Erde

 

„The sight of the Earth from space brings one to tears, the planet is incredibly impressive, gorgeous. At the same time, when looking at it, I realize how fragile human existence on Earth is.“ Dieses Zitat des französischen Astronauten Jean-Francois Clervoy macht deutlich, dass ein Perspektivenwechsel notwendig sein kann, um ein Bewusstsein für die Fragilität der Erde zu entwickeln und Verantwortung für den “grünen” Planeten und seine Bewohner zu übernehmen. Denn die Erde muss von uns Menschen gepflegt werden, damit wir noch lange gut mit und von ihr leben können.

Mars One ist in aller Munde. Auch in der neuen Dauerausstellung “Look, that’s the Earth!” von Archimedes Exhibitions in Warschau werden Besucher auf eine spannende Reise entführt. “Unsere alltägliche Wahrnehmung von unten nach oben wird hier gründlich auf den Kopf gestellt: Wir nehmen die Perspektive eines Astronauten ein”, stellen die Konzeptionisten der Schau ihre Ausstellung vor. Sie soll zeigen, wie zum Beispiel Satelliten mit raffiniertester Technik zu mehr Sensibilität im Umgang mit der Erde und der Natur beitragen können, indem sie die Erde aus dem Weltraum beobachten und so ganz neue und andere Blicke zulassen, Daten aufzeichnen und auswerten und damit wissenschaftliche Fortschritte in entscheidendem Maße mit vorantreiben.

Schließlich sind Satelliten eine der herausragenden Erfindungen der Menschheit, die letzten 50 Jahre Satellitentechnik haben die Welt nachhaltig geprägt und verändert. Sie haben nicht nur Einfluss auf unser tägliches Leben, indem sie unsere Wecker und Autos steuern oder uns das Wetter prognostizieren, sondern sie werden auch dazu eingesetzt, Naturereignisse vorauszusehen und Katastrophen zu verhindern.

 

Besuch in der ISS-Raumstation für jedermann möglich

 

Foto: Agata Steifer/Archimedes Exhibitions

Doch wie schafft man es, dass solche Objekte die Erde umkreisen, ohne abzustürzen? Und wie halten sie dabei ihre Umlaufbahn? Das und vieles mehr erläutert die Ausstellung anschaulich. Und die Besucher bekommen die Hebel dazu selber in die Hand! Sie können in ein originalgetreues Mock-up der Internationalen Raumstation, der ISS Cupola, eintreten und einen beeindruckenden Blick in den Weltraum genießen. Sie befinden sich während des Ausstellungsrundgangs unter einer Installation, einer hängenden Landschaft, die als Asteroidengürtel oder Satelliten, die die Erde umkreisen, interpretiert werden kann.

Touch-Screen-Computer präsentieren Analysen und Dokumentationen von Satellitendaten, verschiedenen Typen von Satelliten und GPS, bildhaft unterlegt und interaktiv, die den permanenten Wandel in der Natur und der Erde belegen. Teilweise ist dieser notwendig, teilweise menschengemacht und bedrohlich. Zu den Highlights der Ausstellung gehören auch vier Originalmeteoriten, der Größte davon 67 Kilogramm schwer und zum Anfassen, Augmented Reality Exponate, eine Wasserstoffrakete sowie – natürlich - ein begehbarer Raumanzug. Denn es soll authentisch sein. Schließlich geht es um Größe, um Weite, um Nachhaltigkeit - kurzum um unsere Existenz.

Die Ausstellung regt die großen Fragen der Menschheit an. Beantworten kann sie nur jeder für sich alleine. Indem jeder Einzelne ein Bewusstsein für seine Verantwortung entwickelt und wir lernen, behutsamer mit den natürlichen Ressourcen umzugehen. Denn die Reise durch die Ausstellung soll im Gegensatz zum Flug auf den Mars ja eine Reise mit Rückfahrschein sein!


red

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