Oldtimer und Nachhaltigkeit: passt das?

Freude am Oldtimer Foto: Flickr CC/lden Jewell

Eigentlich sind Oldtimer ganz im Sinne der Nachhaltigkeit. Ein Auto wird produziert, gekauft und gepflegt, anstatt es nach wenigen Jahren gegen ein neues Modell auszutauschen. Allerdings müssen Oldtimer in einem historisch korrekten Zustand erhalten werden, da sie ansonsten den Oldtimer-Status verlieren. In puncto Umweltfreundlichkeit haben sie daher noch einiges nachzuholen. Was ist also nachhaltiger? Ein neues, umweltfreundliches Auto oder ein Oldtimer?

 

Nicht jedes Auto, das alt aussieht, ist ein Oldtimer. Die Europäische Kommission hat kürzlich genau definiert, welche Kriterien auf einen Oldtimer zutreffen müssen. So muss das Fahrzeug vor 30 Jahren hergestellt worden sein, also Mitte der 1980er Jahre. Des Weiteren müssen die eingebauten Ersatzteile die historischen Komponenten des Fahrzeugs abbilden und die Hauptbestandteile unverändert sein. Dazu zählen die Bremsen, die Aufhängung und Steuerung. Doch auch das äußere Erscheinungsbild darf nicht verändert worden sein.

 

Der Umgang mit Oldtimern entspricht dem Sinne der Nachhaltigkeit, denn sie werden gepflegt und erhalten. Oldtimer nehmen darüber hinaus eine Sonderstellung ein, da sie als fahrendes Kulturgut von den Umweltzonen ausgenommen sind und steuerlich begünstigt werden.

 

Umweltautos – moderne Nachhaltigkeit

 

Der Verkehrsclub Deutschland kürt jedes Jahr die umweltfreundlichsten Autos in verschiedenen Kategorien. Kriterien sind unter anderem der CO2-Austoß, der Lärm oder die Effizienz eines Wagens. Gerade beim letzten Punkt glänzen moderne Autos, da leichte Materialien oder besonders aerodynamisch geformte Bauteile den Kraftstoffverbrauch minimieren. In der Kategorie Klimabester gewann übrigens der Toyota Yaris Hybrid.

 

Am besten wäre eine Kombination aus beiden Aspekten, beispielsweise ein Oldtimer wie der Porsche 914, der jedoch komplett entkernt wurde und über neueste Technik verfügt. Solche Modelle begegnen einem allerdings nicht alle Tage, denn sie sind wahre Raritäten, und der Umbau besonders kostenintensiv. Auf Plattformen wie Autoscout24.de sind allerdings immer wieder Exemplare zu finden.

 

Unter dem Strich – womit fährt man besser?

 

Dieser Frage hat sich die AutoBild angenommen und einmal nachgerechnet. Verglichen wurde ein VW-Käfer, der 58 Jahre auf dem Buckel hat und noch immer täglich gefahren wird, mit einem neuen Citroën C5. Letzteres ist bereits der sechste Wagen des Besitzers. Die Addition des CO2-Ausstoßes während der Produktion und Nutzung des Fahrzeuges überrascht: Der Käfer kommt auf 285 Gramm CO2 pro Kilometer, der Neuwagen auf 299 Gramm pro Kilometer.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Oldtimer nachhaltig sein können – allerdings nur, wenn man die Definition weiter fasst: Einen Oldtimer sollte man täglich gebrauchen, damit sich die CO2-Bilanz verbessert.


red

Most Wantes

Sarah Baker Foto: LLL/flickr CC

Hoffnung für den Klimaschutz

Wissenschaftler am Lawrence Livermore Forschungslabor haben nicht nur den Schlüssel gefunden, mit...


Foto: Pixabay CC/PublicDomain/Pexels

Kehrseite des Sportevents: Tonnenweise Essensmüll

Superbowl: In der Nacht des Football-Endspiels der besten Teams verzehren die Zuschauer – im...


Foto: Pixabay CC/PublicDomain/Arek Socha

Neuer Ansatz für Ökoenergie: Strom aus Wassertropfen

Neue, Idee für die Energiewende: Wissenschaftler der City University Hongkong entwickelten einen...


Neu im global° blog

Foto: Pressenza (CC BY 4.0)

Atomwaffen verstoßen gegen das Recht auf Leben

Die Organisationen IALANA, IPPNW und ICAN weisen anlässlich des Tages der Menschenrechte auf den...


Foto: ZDF / Martin Kaeswurm

"Schattenmacht Blackrock"

Der amerikanische Finanzinvestor Blackrock verwaltet im Auftrag seiner Kunden über sechs Billionen...


Screenshot: gunther-moll.de

Die Botschaft

Eine lebenswerte Zukunft im Einklang mit der Natur ist auf diesem Planeten möglich, wenn wir uns...


Folgen Sie uns: