
Wie sang schon der über die Grenzen Kölns hinaus legendäre „Jupp Schmitz“ anno 1957: „Im Winter dann schneit et, im Winter es et kalt....“ und wie überall so auch in Paris – die Raucher müssen vor die Tür, aber bitte nicht auch noch frieren. Deshalb wird ihnen mit sogenannten „Heizpilzen“ die Lust an der Sucht erwärmt. Doch dem will Paris nun endlich einen Riegel vorschieben, ist heute bei green.wiwo.de zu lesen.
„Im Sommer ist das vollkommen okay, aber im Winter müssen die Wirte ihren Gästen Heizstrahler zur Verfügung stellen“, sagte Georges-Etienne Faure, Berater des stellvertretenden Pariser Bürgermeisters Jean-Louis Missika, dem britischen Guardian. „Dabei ist es völlig absurd, draußen zu heizen“.
Aber nicht nur die Energieverschwendung, sondern auch die Folgen für die Umwelt spielen hier eine Rolle. Der CO2 Ausstoß die Heizstrahler hat in Deutschland bereits dazu geführt, dass die Open-Air-Heizungen in einigen Städten schon seit Jahren verboten sind. Also musste Paris für seine rund 10.000 Cafés eine Lösung finden, die den Rauchern, dem Personal und der Umwelt gerecht wird. Und wie so oft schon, wird auch diesmal Paris wieder Vorreiter sein. Das kalifornische Designbüro Amorphica, das sich auf futuristische und nachhaltige Technik spezialisiert hat, gewann die Ausschreibung und wird in Paris „Sonnenschirme mit Solar-Power“ testen.

Leemor Chandally, Sprecherin des Unternehmens, erklärte dem Guardian, dass die Sonnenschirme über Lichtsensoren verfügen, die den Schirm nach der Sonne ausrichten. Der so erzeugte Strom kann dann sowohl für das Heizen als auch für die eingebauten LED-Strahler verwendet werden. Zusätzlich soll noch ein Kohlefilter hinzukommen, um den Zigarettenrauch zu absorbieren.
Ob das im Pariser Winter dann auch so funktioniert und ausreicht, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall können die Schirme vor Wind schützen und schon allein dadurch ein angenehmes Klima schaffen. Wenn es nach Leemor Chandally geht, könnten die Schirme auch an Bushaltestellen künftig ihren Dienst verrichten. Aber dafür gibt es wohl noch keine konkreten Pläne in Paris.
hjo
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