
Alle Jahre wieder: Spätestens zum Ausklang des Winters erwischt es Tausende – dann trieft die Nase, der Hals kratzt, manchmal schmerzen die Ohren. Es ist Erkältungszeit. Wie immer zählt das Robert Koch-Institut in Berlin auch 2016 akribisch die Fallzahlen der Infizierten. Die Grippewelle mit dem Virus A(H1N1)pdm09 treffe heuer „vor allem Menschen der mittlerer Altersgruppen häufiger und schwerer als in den Vorjahren“, warnen die Mediziner 2016. Wer sich gegen die Influenza wappnen will, kann aber zu Hausmitteln greifen – oder den Organismus mit warmen Bädern stärken.
Gekochte Zwiebeln, Kaffee mit Zitrone oder auch warmer Rum, vermischt mit Pfeffer – in Omas Rezept-Buch stehen viele Hausmittel, die angeblich Erkältungs-Beschwerden lindern sollen. Ob sie halten, was sie versprechen, bezweifeln manche Ärzte. Bei einigen Tipps aus der Trickkiste jedoch urteilen sie: „Kann man machen“ und bestätigen damit, dass uraltes Erfahrungswissen oder Kräuterkunde bis heute ihre Gültigkeit besitzen.
Schon die alten Römer genossen das Warmbad im Thermalwasser
Das trifft auch für den Rat zu, dem Körper – und zugleich der Seele - in der kalten Jahreszeit mit dem Besuch in einer Therme Entspannung und Wohlbefinden zu bereiten. Von Binz an der Ostsee bis nach Bad Blumenau in Österreich laden Thermalquellen im gesamten deutschsprachigen Raum zum Wellness-Trip in warmen bis heißen Becken ein. Dort genießen die Besucher vor allem Ruhe.
Das Wasser sprudelt mit einer natürlichen Wärme aus dem Inneren der Erde zwischen mindestens 20 und bis zu über 100 Grad Celsius in die Becken. Zuvor löste es auf seinem Weg durch die Gesteinsschichten des Bodens zahlreiche Mineralien. Die vergrößern den Gesundheitswert der Therapie zusätzlich. Im Wasser gelöstes Natrium, Kalium, Eisen, Kalzium, Jod oder Magnesium können Hauterkrankungen heilen oder Allergien lindern. Diesen Effekt eines Bades in Thermen kannten bereits die alten Römer. Sie trafen sich in Thermen zum Baden, Schwitzen und Entspannen.
Heute betont der Deutsche Heilbäderverband den gesundheitlichen Wert warmer Bäder: Die milde Wärme helfe, die Muskeln zu entspannen und das Bindegewebe elastischer zu machen. Sie wirke schmerzstillend und entzündungshemmend. Für Sportler allerdings ist ein Besuch im Thermalbecken weniger geeignet. Zu viel Aktivität in den warmen Wellen kann die heilende Wirkung des Bades eher stören. Auch wer ein schwaches Herz hat, sollte vor dem Besuch in einer Therme einen Arzt befragen.
Ein „Schneebad“ im japanischen Onsen erfrischt den Geist
Eine ganz spezielle Tradition des Badens in warmen Quellen pflegen Japaner. Im Land der vielen Vulkane heißen die Thermen „Onsen“ und im Winter treffen sich die Menschen zum Bad in den oft aus Holz gezimmerten Becken im Freien zum „Yukimi buro“ - dem „Schneebad“. Dort sitzen die Bader dann bis zur Schulter im heißen Mineralwasser, während ihnen die Flocken auf den Kopf rieseln. „Das erhitzt den Körper und erfrischt den Geist“, schwärmt ein Reporter der Welt nach einem Besuch eines japanischen Onsen.
Jürgen Sulzbacher

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