World Future Council tagt zum 7. Mal

Gemeinsam für Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit – das ist das Hauptanliegen der WFC-Ratsmitglieder. Vom 20. bis 23. Juni 2013 berieten die Teilnehmer aus allen fünf Kontinenten in Bonn über aktuelle politische Entwicklungen und legten die Strategie für das nächste Jahr fest. Die Botschaft lautete: „Wir brauchen eine schnelle globale Wende hin zu einer Politik der Verantwortung und Nachhaltigkeit, die sich an den Bedürfnissen heutiger und zukünftiger Generationen ausrichtet.“

 

WFC Ratsmitglieder und Mitarbeiter bei der 7. Jahresversammlung in Bonn, Foto: worldfuturecouncil.org

 

Vier Tage lang diskutierten die rund 50 Delegierten über die Berichte der verschiedenen Arbeitsgruppen und evaluierten die Erfolge. Für reichlich Gesprächsstoff sorgten die Demonstrationen und Revolutionen in der arabischen Welt und – ganz aktuell – die Proteste in Brasilien. Die Kongressteilnehmer begrüßen diese Entwicklung, da die Themen Zukunftsgerechtigkeit und ein „Mehr“ an Demokratie große Anliegen des WFC sind. Weiteres Diskussionsthema war die von den meisten Anwesenden als skandalös empfundene Vergabe des Welternährungspreises (World Food Prize) an Unternehmen, die mit Genmanipulation arbeiten.

 

Daneben beschlossen die Ratsmitglieder, dass der Future Policy Award 2014 an politische Programme und Gesetze gehen soll, die häusliche und außerhäusliche Gewalt gegen Frauen bekämpfen. Vorstandsmitglied Alexandra Wandel sagte zu dieser Entscheidung: „Der Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt ist eine unabdingbare Voraussetzung für eine nachhaltige und friedliche Welt und muss deshalb ein primäres Ziel unserer Arbeit sein.“

 

Gemeinsam für eine gerechtere Zukunft

 

2007 gründete Jakob von Uexküll, Gründer des Alternativen Nobelpreises, den World Future Council (Welt-Zukunfts-Rat). Der Rat arbeitet seither aktiv in den Bereichen Klima und Energie, stabile Ökosysteme, Zukunftsgerechtigkeit, Frieden und Abrüstung und nachhaltige Wirtschaft. Erklärtes Ziel ist es, den kommenden Generationen einen intakten Planeten zu übergeben.

 

Die Ratsmitglieder beschreiben ihre Tätigkeit folgendermaßen: „Wir machen Entscheidungsträgern bewusst, dass sie ethisch dazu verpflichtet sind, bei jeder Entscheidung zu bedenken, wie sich diese auf zukünftige Generationen auswirken wird. Um ihnen zukunftsgerechtes Handel zu erleichtern, recherchieren wir in enger Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Gruppen, Parlamentariern, Wissenschaftlern und internationalen Organisationen weltweit nach zukunftsgerechten Gesetzen und Politikansätzen. Aus den gewonnenen Erkenntnissen heraus beraten wir politische Entscheidungsträger, bieten ihnen erprobte Handlungsoptionen an und unterstützen sie bei der konkreten Umsetzung von zukunftsgerechter Politik.“ JET

 

 

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