7. April ist Fish-Independece Day

Foto: ap/Sergej Brehm

Fish-Indedendence-Day: Die Deutschen essen zu viel Fisch! Ihr Verzehr übersteigt mit über 15 Kilogramm pro Kopf die legalen Fangmöglichkeiten deutscher Fischer, betont die Deutsche Umwelthilfe (DUH) anläslich des am 7. April erreichten Fish-Indedendence-Day: „Von diesem Tag bis zum Ende des Jahres stammt jeder in Deutschland konsumierte Fisch rechnerisch aus dem Ausland.“

Die deutschen Mitgliedsverbände der europaweiten Kampagne OCEAN2012 fordern an diesem Tag die Bundesregierung auf, „im Rahmen der Gemeinsamen Fischereipolitik eine zügige Erholung der Fischbestände in der EU zu gewährleisten“.

Deutschland müsse, appelliert OCEAN2012-Koordinatorin Nina Wolff, seine internationalen Verpflichtungen zum Wiederaufbau der europäischen Fischbestände ernst nehmen.

 

Überfischung verstärkt Misere der Entwicklungsländer

 

„Die Erholung der europäischen Bestände und eine größere Eigenversorgung Europas mit Fisch ist auch eine entwicklungspolitische Forderung: Die EU und Deutschland verursachen als weltgrößter Importmarkt für Fisch zugleich die Überfischung der Weltmeere und vergrößern so die Misere an den Küsten einiger Entwicklungsländer“, sagt dazu auch Francisco Mari, der Fischereiexperte von Brot für die Welt. Sein Appell: „Mit unserem Verzehr importierten Fischs tragen wir zur Verarmung der Menschen an den Küsten des globalen Südens und zur Verschärfung von Hungerkrisen bei.“

Zur Begründung ihrer Aufrufe verweisen die Organisationen darauf, dass die Menschen in der EU sich insgesamt „knapp die Hälfte des Jahres von Fisch aus auswärtigen Gewässern“ ernähren. Sie belegen dies mit dem Ergebnis eines aktuellen Berichts der englischen New Economics Foundation (nef) und des OCEAN2012-Bündnisses.

Die Studie ermittle für die Europäische Union und jeden einzelnen Mitgliedstaat das Maß der Selbstversorgung. Der Eintritt der Einfuhr-Abhängigkeit wird auf Kalendertage umgerechnet und als Fish Dependence Day des jeweiligen Staates bezeichnet. Die Verbände fordern: „Nur mit gesunden, das heißt genügend großen Fischbeständen kann die Abhängigkeit Deutschlands von Fischimporten, deren nachhaltiger Ursprung oft zweifelhaft ist, verringert werden.“

 

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