Altmaier besucht Justin Bieber’s Äffchen Mally

Foto: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Wie geht es Kapuzineräffchen Mally? Höchstpersönlich erkundigt sich Umweltminister Peter Altmaier im Münchner Tierheim. "Wir werden dafür sorgen, dass Mally artgerecht aufwachsen kann", verspricht Altmaier bei seinem Besuch.

 

Als Umweltminister ist Peter Altmaier auch für den Artenschutz zuständig. Vor allem das Schicksal von Äffchen Mally bewegt ihn sehr: "Affen sind sehr soziale Tiere. Darum werden wir Mally schon bald an einen Ort bringen, wo er sicher und in Gemeinschaft leben kann."

 

Mally war das „Maskottchen“ von Popstar Justin Bieber. Für so was hat Altmaier wenig übrig: "Kapuzineraffen sind in freier Wildbahn vom Aussterben bedroht. Diese Tiere haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Sie leben üblicherweise in Gruppen von 8 bis 30 Tieren zusammen und sollten daher nicht einzeln oder nur für Showzwecke gehalten werden."

 

Washingtoner Artenschutzabkommen – die Rettung für Mally

 

"Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist mir ein Herzensanliegen", betont Altmaier. So lobte er die Arbeit der deutschen Behörden, die den Affen im März auf dem Münchner Flughafen beschlagnahmt hatten. "Das zeigt, dass das Washingtoner Artenschutzabkommen in Deutschland umgesetzt wird."

Das Abkommen, das in diesem Jahr seinen 40. Jahrestag feiert, schützt alle Affenarten. Affen brauchen demnach bei Aus- und Einreise entsprechende Genehmigungen. Damit wird sichergestellt, dass nur solche Tiere ein- und ausgeführt werden, die naturverträglich und rechtmäßig erworben wurden. Diese Genehmigungen besaß Justin Bieber nicht. Mally war ein „Geburtstagsgeschenk“.

 

Zoos und Tierheime spielen für das Bundesumweltministerium beim Artenschutz eine wesentliche Rolle. "Ich danke deshalb dem Tierheim München für die schnelle Unterbringung von "Mally", so Altmaier.

 

„Affen sind keine Kuscheltiere“

 

Vollzogen wird das Artenschutzabkommen in Deutschland vom Bundesamt für Naturschutz (BfN), das dem Bundesumweltministerium untersteht. "Die Haltung von solchen höchst sozialen Tieren ist sehr anspruchsvoll und erfordert neben speziellen Klimabedingungen und hohen Anforderungen an die Unterbringung auch eine Versorgung mit ausgewähltem und sehr vielfältigem Futter, erklärt BfN-Präsidentin Beate Jessel. Sie bringt es auf den Punkt: "Grundsätzlich sind Affen keine Kuscheltiere und damit für eine Haltung durch Privatpersonen nicht geeignet."

 

Mally wird nun an einen Zoo vermittelt, wo er mit Artgenossen gemeinsam leben kann. Wohin die Reise geht, verrät der BfN zum Schutze Mallys noch nicht.

 

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