
Öl aus dem Deepwater Horizont-Bohrloch tötet doch Delfine: Wissenschaftler der National Oceanic and Atmospheric Administration der USA veröffentlichen jetzt ihre Studie, die belegt, dass die Katastrophe im Golf von Mexiko 2010 unter Meeresbewohnern doch größere Schäden verursacht. Der verantwortliche Ölkonzern BP hatte das immer bestritten.
Laut einem Bericht der britischen Zeitung The Guardian veröffentlichen die US-Wissenschaftler ihre Ergebnisse im Fachblatt Environmental Science and Technology . Lori Schwacke und ihre Crew untersuchten kranke Tümmler (Tursiops truncatus) in der Barataria Bay im US-Bundesstaat Louisiana.
Mischung aus Öl und Chemikalien war tödliche Falle für Tiere
Die Tiere hatten schwere Atemwegs und Lungenkrankheiten. 48 Prozent der kurzzeitig gefangenen und vom Tierarzt untersuchten Delfine, diagnostizierte der Mediziner eine schlimme Erkrankung. Bei 17 Prozent der Tiere, erwartet der Veterinär den vorzeitigen Tod.
Delfine hatten das ölverschmutzte Wasser nicht nur durch ihre Nase aufgenommen. Sie fraßen auch verseuchte Fische, oder das Öl drang durch Verletzungen in ihren Organismus ein.
Die BP Bohrinsel Deepwater Horizont war im April 2010 explodiert und hatte über Wochen bis zu 4,9 Millionen Barrel Öl aus einem Leck in großer tiefe ins Wasser des Golfs gespült. Zur Eindämmung der Ölpest pumpte BP fast 8 Millionen Liter Chemikalien ins Meer - eine für Tausende Vögel, Fische und Säugetiere fatale Mischung.
pit
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