
Der VW-Skandal könnte weitere ungeahnte Folgen haben: Wissenschaftler der britischen University of Southampton sowie der University of Reading belegen jetzt, dass Diesel-Abgase den Geruchssinn von Bienen so stark beeinträchtigen, dass die Insekten ihre Nahrungsquellen nicht mehr finden.
Die – wie der jetzt offenkundig gewordene Skandal zeigt – vermehrt aus Fahrzeugen mit Selbstzünder-Motoren ausgestoßenen Abgaswolken enthalten viel mehr Stickoxide wie von den Autoherstellern behauptet. Das Gas ist nicht nur giftig – auch für uns Menschen. Es verändert auch die Geruchs-Moleküle, die duftende Blüten verströmen. Die Folge: Die Bienen irren orientierungslos und umher finden keinen Nektar.
Auto-Abgas lässt Bienen orientierungslos umher schwirren
Das ist keine Pappenstiel. Die Wissenschaftler der beiden UK-Universities nennen harte Zahlen: Für Robbie Girling vom Centre for Agri-Environmental Research in Reading verhelfen die fleißigen Honigsammlerinnen der britischen Wirtschaft zu Millionen Umsätzen, indem sie die Pflanzen bestäuben. „Der Dreck in der Luft hat also direkt Einfluss auf den Wert unserer Unternehmen.“
Sein Kollege Guy Poppy von Institute of Life Sciences aus Southampton: „Die Tiere sind durch Pestizide und die Varoa-Milben ohnehin großem Stress ausgesetzt. Jetzt wird deutlich, dass Dieselruß ihre Lage noch erheblich verschärft.“
pit
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