
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) verleiht zum 16. Mal ihren UmweltMedienpreis: Die Ehrung für „herausragende Leistungen bei der journalistischen und schriftstellerischen Auseinandersetzung mit der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen“ gehört mittlerweile zu den begehrtesten Auszeichnungen im Umwelt- und Nachhaltigkeits-Journalismus in Deutschland.
Trägerin und Träger des UmweltMedienpreis 2011 der DUH sind: Dorothea Schuster (Augsburger Allgemeine), Sönke Gäthke (Wissenschaftsjournalist für den Hörfunk), Valentin Thurn (Autor und Regisseur der Filme „Taste The Waste – Die globale Lebensmittelverschwendung“ und „Frisch auf den Müll“) sowie Prof. Udo E. Simonis (Umweltwissenschaftler und Autor vieler Bücher zur Umweltpolitik).
„Wir leben in Zeiten vielfältiger Krisen. Die einen erschüttern im Moment ihres Geschehens, die anderen empfinden wir als sich langsam aufbauende Bedrohung, wieder andere vollziehen sich, ohne dass wir sie im Alltag wahrnehmen“, sagt der DUH-Vorsitzende Harald Kächele bei der Preisverleihung. Gerade in solchen Zeiten seien Journalisten unverzichtbar, „die einen klaren Kopf bewahren, auch wenn anderswo Panik aufkommt“.
Wenn Politiker sich von der Kernschmelze in Fukushima vollkommen überrascht zeigten, obwohl die halbe deutsche Gesellschaft die Atomenergie seit Jahrzehnten vor allem wegen des nun eingetretenen Risikos diskutiere und ablehne, sei das ein Armutszeugnis. Kächele: „Hier fühlen wir uns als DUH mit den Mahnern aus den Medien sehr verbunden. Gemeinsam haben wir es immer befürchtet. Nun ist es passiert und wir müssen alles tun, damit es nicht noch einmal passiert. Deshalb gilt auch für die Zukunft des Umweltjournalismus und der Umweltbewegung: Kurs halten, gerade in schwierigen Zeiten“.
Die Preisträger zeichneten sich dadurch aus, dass sie in der Lage seien Krisen einzuordnen, ohne sie zu beschönigen, betont Kächele.
In seiner Rede erinnert Jakob Augstein, der Verleger des „Freitag“, an den nach dem Super-GAU von Fukushima in Deutschland beschlossenen Atomausstieg: „Dafür war weder irgendein ´postmaterieller Wertewandel´ verantwortlich, noch die ´Sensationsmache der Massenmedien´.“ Der Atomausstieg sei vielmehr „Ergebnis eines jahrzehntelangen, produktiven Austauschs zwischen Protestierenden, Politik, Verwaltung, Justiz, Wissenschaft und eben den Medien.“ Augstein, der unter anderem auch eine regelmäßige Kolumne („Im Zweifel links“) bei Spiegel-Online publiziert, forderte die Umweltjournalisten dazu auf, in ihrer Arbeit „ruhig mal kräftig zu emotionalisieren“. Andernfalls drohe „die Absorption durch ein Denken, das Umweltschutz gut findet, allein weil er sich gut verkaufen lässt und sich am Ende auszahlt.“

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