
Das schlimmste Massaker seit 25 Jahren registrieren Artenschützer im südlichen Afrika: Jetzt fanden Wildhüter im Hwange Nationalpark von Simbabwe an einem einzigen Wasserloch über 300 Elefanten-Kadaver. Wilderer hatten die Dickhäuter mit Zyanid vergiftet!
Im mit knapp 15.000 Quadratkilometer größten Nationalpark des Landes registrierten die Artenschützer im Sommer zum ersten Mal Zyanid in der Nähe von Wasserstellen. Im Herbst beklagen sie das seit 25 Jahren schlimmste Abschlachten einer einzelnen Tierart sweit einem Viertel Jahrhundert.
Nicht genug damit: Rund um die Kadaver verendeten zusätzlich zahlreiche Löwen, Hyänen oder Aasfresser, weil sie sich vom Fleisch der vergifteten Tierkörper ernährt hatten.
Wilderei nimmt immer grausamere Formen an
Artenschützer und Tierfreude fragen nun, ob die grausame Methode nun zur Regel werde? Immer häufiger finden sie Hinweise auf vergiftete Wasserlöcher.
Offiziell sprechen die Behörden in Simbabwe inzwischen von 90 toten Elefanten. Wildhüter und Jäger aber sprechen von weit mehr. Sie stützen sich auf eigene Nachforschungen, die sie aus ainem größeren Umkreis zusammentrugen.
Offiziell beschuldigen die Behörden die Bewohner umliegender Dörfer, das Zyanid verstreut zu haben. Angeblich, weil die Wilderer für jeden Stoßzahn 300 Pfund (etwa 352 Euro) von Hehlern kassieren. Auf dem Schwarzmarkt in Südafrika bringen diese Trophäen bereits etwa 26.000 Euro in die Hände der Dealer.
Besonders makaber ist, dass Simbabwe die meisten der dort noch lebenden rund 80.000 Elefanten ausgerechnet im Hwange Nationalpark vor Wilderern in Sicherheit bringen wollte. Denn Artenschützer fürchten, dass die afrikanischen Riesen in 50 Jahren ausgestorben sein könnten. Allein 2011, zählten Wildhüter in Simbabwe etwa 11.000 tote Tiere, denen die Stoßzähne abgesägt wurden.
pit
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