„Erdkonto“ wieder früher überzogen

Foto: Wikimedia CC/Stoppe

Seit dem 13.August 2015 leben wir wieder mal auf zu großem Fuß, unser Ressourcenkonto für dieses Jahr rutscht ins Minus. Der symbolische Welterschöpfungstag zeigt auf, an welchem Tag im Jahr wir alle für das laufende Jahr zur Verfügung stehenden natürlichen Ressourcen verbraucht haben.

Alle Jahre wieder überziehen wir unser Erdkonto - und leider jedes Jahr ein wenig früher, als im vorherigen.

 

Zu viel Verbrauch für zu wenig Erde

 

Global Footprint Network hat den ökologischen Fußabdruck ins Leben gerufen. Es handelt sich dabei um ein Buchhaltungssystem, das erlaubt, den menschlichen Druck auf unseren Planeten zu berechnen. Mit dem Mess-System können unterschiedliche Tatsachen berechnet werden. Hierzu zählt der

individuelle Fußabdruck eines Jeden.

Auch die Tatsache, dass Deutschland im Jahr 2,5 Erden verbraucht.

Zur Berechnung des Welterschöpfungstages verrechnen die Mitarbeiter die Fähigkeit der Natur, Rohstoffe jeder Art für dieses Jahr zu produzieren oder wieder herzustellen mit dem ökologischen Fußabdruck der Menschheit.

Alle natürlichen Ressourcen, die ab dem sogenannten Earth Overshoot Day verbraucht werden, kann unser Planet in diesem Jahr nicht mehr regenerieren. Seit Mitte der 80er-Jahre ist unser jährlicher Verbrauch an natürlichen Ressourcen größer als die Regeneration in der Natur. 1987 war dieser Tag der 19. Dezember. 2014 immerhin erst sechs Tage später als in diesem Jahr.

 

Selber handeln - Mit der fünf F-Regel

 

"Weitermachen wie bisher würde heißen, das wir im Jahre 2030 schon zwei Erden bräuchten und vielleicht 2050 dann drei Erden." laut Jürgen Knirsch, Experte für nachhaltigen Konsum bei Greenpeace.

Gerade in den Ländern wie Deutschland, denkt vielleicht der ein oder andere, ist der ökologische Fortschritt besonders groß und der Fußabdruck besonders klein. Doch die Berechnungen sprechen für sich. In den Industrienationen ist der Fußabdruck um einiges größer, als in den ärmeren Ländern. Dort, in den besser betuchten Nationen ist jeder einzelne gefordert, etwas zu ändern. Hier hilft auch die fünf F-Regel: weniger Fleisch, wohnen wie im Fass, weniger Fliegen, weniger Fahren und zu guter letzt Freude am neuen Lebensstil. CDC

 

 

 

 

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