
Die französische Umweltministerin Ségolène Royal kündigte in einem Treffen mit verschiedenen NGOs an, ab sofort jeden Export von rohem Elfenbein zu verbieten. Das betrifft auch antike Stoßzähne, die laut Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) mit entsprechenden Genehmigungen international gehandelt werden dürfen.
37 Naturschutzorganisationen hatten die Ministerin am 20. Januar in einem Brief aufgefordert, sofort jeden Export unbearbeiteten Elfenbeins zu stoppen. Royal lud die NGO-Vertreter daraufhin zu einem Treffen ein, bei dem sie ihre Entscheidung bekannt gab und verkündete, sie wolle auch die Umweltminister anderer europäischer Staaten auffordern, solche Verbote zu erlassen.
Deutschland, Schweden und Großbritannien haben solche Regelungen bereits in Kraft gesetzt.
Wilderer bedrohen erneut Elefanten in Nationalpark

„Diese Entscheidung wird es erschweren, illegales Elfenbein im Schatten legalen Elfenbeins auszuführen“, so Robert Kless, Kampagnenleiter beim Internationalen Tierschutz-Fonds (IFAW) Deutschland. „Alle Anstrengungen müssen nun in die sofortige Umsetzung dieser Bestimmungen und die Ausweitung auf ganz Europa gehen. Elefanten sterben weiterhin jeden Tag, während die bürokratischen Mühlen nur langsam mahlen.“
Nun erfuhr der IFAW laut einer aktuellen Pressemeldung des Verbands, dass „erneut Wilderer in den Boubandjida Nationalpark in Kamerun eingefallen“ sind. Dort hatten sudanesische Banden bereits 2012 ein regelrechtes Massaker angerichtet und „fast die ganze Elefantenpopulation von mehreren hundert Tieren“ getötet, so IFAW.
red
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