Bundespräsident Joachim Gauck eröffnete die Woche der Umwelt im Park des Schlosses Bellevue. Er betonte, dass ein Rahmen für unser – wirtschaftliches Handeln – gefunden werden müsse, damit „Schädliches vermieden und Gewünschtes erreicht“ werde.
„Marktwirtschaftliche, wachstumsfreundliche Umweltpolitik“, so der Bundespräsident vor Hunderten aktiven aus der Umwelt- und Naturszene, die sich hinter seinem Berliner Amtsitz zwei Tage ein Stell-dich-ein der Branche geben, „heißt für mich, dass Kosten für Umweltbelastungen und Umweltrisiken den Verursachern in Rechnung gestellt werden, und nicht den Steuerzahlern.“ Gauck weiter: Umweltfreundliche Produktion müsse sich für Unternehmen im Wettbewerb auszahlen.
Zum vierten Mal treffen sich am 5. und 6. Juni rund 12.000 Umweltinteressierte im Schlossgarten von Bellevue. Die große Aufgabe der Traditionsschau ist die Suche nach Lösungen, wie Böden, Atmosphäre, Meere und Ökosysteme trotz uinserer Produktion und unseres Konsums erhalten bleiben können. Mit Blick auf den nahen Erdgipfel in Rio Ende Juni wurde Gauck deutlich: „Handeln ist mittlerweile wohl doch sehr dringlich – lokal, national, vor allem aber auch global. Weltgipfel verändern die Welt zwar nicht von heute auf morgen. Aber dort werden Versprechen abgegeben, gemeinsame Versprechen. Versprechen, die dann die Messlatte für politisches Handeln abgeben. Das ist wichtiger denn je.“
Beim Besucherrundgang durch die Ausstellerzelte im Garten begleitete Umweltminister Peter Altmaier den Präsidenten. Beide betonten, dass „Innovationen und Investitionen auch neue Arbeitsplätze schafften“. Gauck: „Denn nichts ist günstiger als der Rohstoff, den man einspart – nichts billiger als die Energie, die man nicht braucht. Recycling, Wasseraufbereitung, Antriebstechnologien, auch in all dem sind deutsche Unternehmen weltweit führend.
Rund 200 Unternehmen und Institutionen präsentieren heute und morgen neue Technologien, Produkte und Projekte für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Die Projektpräsentationen im Park von Schloss Bellevue sollen einen Überblick über die Breite und Vielfalt der Arbeiten aus Umwelttechnik, -forschung, -bildung und Naturschutz geben und verdeutlichen, dass es sich dabei um ein wichtiges Zukunftsthema handelt, das für Deutschland von großer Bedeutung ist. 400 Experten in fast 100 Foren diskutieren zusätzlich Fragen rund um Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Ressourcen-, Klima- und Naturschutz, Mobilität, aber auch Tourismus, Freizeit und Sport, Ernährung, Bauen und Wohnen.
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