
Palmöl ist ein Schlüsselprodukt der Drogerie- und Kosmetikindustrie. Zur Herstellung dessen werden immer mehr Regenwälder gerodet und vernichtet. Greenpeace ist nun erfolgreich gelungen den Konsumgüterhersteller Procter & Gamble (P&G) zu einem Umdenken zu bewegen.
Seit Februar 2014 haben über 400.000 Unterstützer die Kampagne der Nicht- Regierungs- Organisation ( NGO ) Greenpeace unterzeichnet. Zuvor hatte Greenpeace nachweisen können, dass P&G über Zulieferer an der aktiven Zerstörung des Regenwalds im indonesischen Kalimantan beteiligt ist und auch aus der ebenfalls in Indonesien gelegenen Region Papua Palmöl bezieht. An beiden Orten wird im großen Stil wertvoller Regenwald gerodet um Ölpalmen, aus denen das Palmöl gewonnen werden kann, anzubauen. Insgesamt werden jährlich allein in Indonesien rund 150.000 Hektar ökologisch wertvoller Regenwald unwiderruflich zerstört um dem weltweiten Bedarf an Palmöl und Palmkernöl gerecht zu werden. Ohnehin schon bedrohte Arten wie der Sumatra Tiger, verlieren dadurch immer mehr Lebensraum.
Procter & Gamble unterzeichnet Richtlinie
P&G, die rund 460.000 Tonnen Palmöl jährlich verarbeiten, hat nun auf Drängen der Greenpeace- Kampagne eine neue Richtlinie unterzeichnet. Dementsprechend wollen sie, bis zum Jahr 2015 sicherstellen können, dass die gesamten Lieferketten für Palmöl bis zur Mühle hin verfolgen werden können. Darüber hinaus soll bis 2020 das Palmöl aus „schmutzigen“ Quellen, also von jenen Zulieferern, die aktiv an der Vernichtung von Regenwald beteiligt sind, verbannt werden. Alle Lieferanten haben bis 2015 Zeit, einen Plan vorzulegen, wie sie diesen potentiell „schmutzigen“ Quellen vermeiden wollen. P&G will künftig auf eine verstärkte Zusammenarbeit mit Kleinbauern setzen und verpflichtet sich, öffentlich, jährlich über etwaige Fortschritte bezüglich der Umsetzung dieser Ziele zu berichten.
Laut Greenpeace handelt es sich hierbei um einen ersten, sehr wichtigen Schritt hin zu mehr Regenwaldschutz. „Trotzdem erwarten wir, dass P&G die Richtlinien deutlich schneller umsetzt, als vorgesehen! Die Regenwälder brauchen sofortigen Schutz!“ so die Waldbeauftrage von Greenpeace, Gesche Jürgens. JK
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