
Mehr Baumarten als gedacht im Dschungel In einem Großprojekt zählten Forscher aus 43 Ländern die Anzahl tropischer und subtropischer Baumarten. Das Ergebnis überrascht: Ihre Kartierungen und Hochrechnungen kommen auf weltweit 40.000 bis 53.000 Baumarten.
Florian Wittmann vom Max-Planck-Institut für Chemie, der seit Jahren im brasilianischen Manaus forscht: „Allein in den Überschwemmungswäldern des Amazonas konnten wir über 800 Baumarten bestimmen. Viele von ihnen sind extrem selten und daher auch stark gefährdet.“
Wie die Forscher die Baumarten der Welt ermittelten
Für ihre Studie haben die Forscher an insgesamt 207 Standorten von Mexiko über Afrika bis hin nach Australien bestimmt, welche Arten und wie viele Bäume dort wachsen. Da die Standorte einerseits typisch für Vegetation eines größeren Gebiets sind, andererseits aber unterschiedlich groß waren, musste das internationale Team die Zählungen an den verschiedenen Standorten normieren. Hierzu legten die Forscher ein Flächenraster mit der Größe eines Grads geografischer Länge und Breite über die Kontinente und rechneten die Standortzahlen auf die normierte Fläche hoch. Anschließend multiplizierten sie diesen Wert mit dem so genannten Fisher´s Alpha Faktor. So lässt sich aus der Artendichte, die für eine normierte Fläche bestimmt wurde, die Zahl der Baumarten in einem Gebiet wie etwa den südamerikanischen Tropenwäldern ermitteln.
Der Baumexperte ist jedoch besonders vom Artenreichtum der indopazifischen Region überrascht. Im Gegensatz zu bisherigen Annahmen stellten die Wissenschaftler nun fest, dass die indopazifische Region mit 19.000 bis 25.000 Arten ebenso artenreich ist wie die mittel- und südamerikanischen Wälder. In früheren Untersuchungen hatte Wittmann mit einigen Kollegen herausgefunden, dass allein am Amazonas etwa 16.000 Baumarten wachsen.
In Europa wachsen vergleichsweise wenig verschiedene Baumarten
Die Tropen Afrikas verfügen der aktuellen Erhebung zufolge mit 5.000 ermittelten Baumarten hingegen nur über eine vergleichsweise geringe Diversität. Sehr wenige Arten kommen gleichzeitig in Afrika, Amerika und dem indopazifischen Raum vor. Im Vergleich dazu gibt es in Mitteleuropa gerade einmal 124 verschiedenen Baumarten.
Für ihre Studie haben die Forscher an insgesamt 207 Standorten von Mexiko über Afrika bis hin nach Australien bestimmt, welche Arten und wie viele Bäume dort wachsen. Da die Standorte einerseits typisch für Vegetation eines größeren Gebiets sind, andererseits aber unterschiedlich groß waren, musste das internationale Team die Zählungen an den verschiedenen Standorten normieren. Hierzu legten die Forscher ein Flächenraster mit der Größe eines Grads geografischer Länge und Breite über die Kontinente und rechneten die Standortzahlen auf die normierte Fläche hoch. Anschließend multiplizierten sie diesen Wert mit dem so genannten Fisher´s Alpha Faktor. So lässt sich aus der Artendichte, die für eine normierte Fläche bestimmt wurde, die Zahl der Baumarten in einem Gebiet wie etwa den südamerikanischen Tropenwäldern ermitteln.
red
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