Intelligente Innovation: Salzwasser erhellt Hütten

Foto: Core77.com

Erleuchtung: Salzwasser bringt Licht ins Dunkel der Hütten auf den Bergen der Philippinen. Damit ersetzen Aisa und Raphael Mijeno mit ihrem Start-up die umwelt- und gesundheitsschädlichen Kerosin-Lampen in den Hütten der Menschen. Die Batterie auf Salzwasser-Basis leuchtet pro Liter Elektrolyt-Lösung acht Stunden lang – und kann zudem ein Handy aufladen.

Ingenieurin Aisa Mijeno arbeitete als Greenpeace-Aktivistin mit den Bauern in den Bergen auf einer der gut 7.000 im Pazifik verstreuten Inseln der Philippinen. Sie erkannte, dass die von ihnen genutzten Kerosin-Lampen keine wirkliche Lösung waren, die das leben vereinfachten: Sie brachten zwar nachts ein wenig Licht in die Hütten - sie verpesten jedoch die Raumluft, die Menschen erkranken. Zudem lösen umfallende Lampen immer wieder Brände aus. Und der Brennstoff auf Erdöl-Basis trägt zum Klimawandel bei.

Ein Hauptgrund jedoch war für Aisa ein sozialer: der Brennstoff-Nachschub. Die Menschen müssen mitunter über 30 Kilometer durch bergiges Gelände zu Fuß gehen, ehe sie in der abgelegenen Dschungelregion einen Laden finden, in dem sie neues Kerosin für ihre Beleuchtung kaufen konnten.

 

Lampe leuchtet mit dem, was es in jeder Hütte gibt: Wasser und Salz

 

Foto: SALt

Das wollte die junge Wissenschaftlerin an der De La Salle University in Lipa ändern. Aisa Mijeno fiel auf, dass die Philippinos in ihren Hütten stets Wasser, Salz und Reis stapeln. Diese Produkte garantieren ihr Überleben. Also, so dachte die Wissenschaftlerin, müsste sie mit diesen Zutaten auch die Aufgabe lösen und eine verlässliche Quelle für das Licht erzeugen, an dem es den Bewohnern der entlegenen Hütten und Dörfer mangelt.

Ihr Ziel nennt Aisa Mijeno Sustainable Alternative Lighting (SALt). „Ich träumte schon immer davon“, sagt sie, „Menschen dabei zu helfen, ihren ökologischen Fußabdruck ein wenig kleiner zu machen.“ Mit SALt ist das gelungen. Ihre Lampe verbrennt kein Erdölprodukt mehr. Es erzeugt intelligent Strom aus Wasser und Salz. Die Energie reicht für eine LED, zusätzlich kann das Gerät über einen USB-Anschluss etwa ein Handy laden. Für Aisa vereint es damit alles, was die Menschen wirklich brauchen: Licht und Kommunikation sind gesichert – ohne Stromnetz.

 

Meerwasser läst SALt-Lampe leuchten

 

Foto: SALt

Mit einer Salzwasser-Füllung leuchtet die Lampe sechs Monate lang täglich acht Stunden. Dann muss ihr Besitzer sie neu „auftanken“. Für all jene, die etwa an der Küste leben ist das überhaupt kein Problem. Meerwasser taugt als „Brennstoff“ wunderbar, sagt Aisa. Das hat sie in ihrem Universitäts-Labor getestet.

Ihr Start-up produzierte inzwischen die ersten Hundert Lampen. 2016 soll die richtige Produktion starten.


pit

 

 

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