Internationaler Tag des Waldes

Internationaler Tag des Waldes Logo: FAO

Der 21. März gilt seit den 1970er Jahren als der „Tag zum Schutz und Erhalt der Wälder“. Von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) als Reaktion auf die globale Waldvernichtung ins Leben gerufen, liegt der Schwerpunkt 2015 bewusst auf „Forests | Climate | Change”.

Die Organisation weist deutlich auf den Zusammenhang von Wäldern und Klimawandel hin. Die Mitstreiter versuchen auf diesem Weg globale Unterstützung für größere Aktionen zu finden um einen Wandel des Wandels zu erreichen.

 

Ein Tag zum Teilen und Pflanzen

 

Von Anbeginn der Welt befand sich das Klima im Wandel, einer natürlichen, nach Perioden angepassten Veränderung. Der aktuelle Wandel jedoch ist offensichtlich Menschengemacht, anders, schneller und erkennbar bedrohlich, auch für den Menschen. In der Veröffentlichung „FAO, Wälder und Klimawandel“ weist die FAO auf die Notwendigkeit der Änderung des internationalen Waldmanagements zur Zeit des Klimawandels hin, erklärt welche Rolle die Organisation selber dabei einnimmt und arbeitet Lösungswege aus.

Die Mitarbeiter der FAO nutzen neue Technik und alte Tradition um den "Tag des Waldes“ zu verbreiten, zu teilen, zu feiern und um zu sich besinnen. Auf ihrer Website stellen sie z. B einen Sticker zur Verfügung, den man, via Whatsapp oder sms verbreiten kann. Aber auch zur klassischen Baumpflanzung rufen sie auf. So kann ein jeder, ganz auf seine Weise und eigentlich von überall den Tag des Waldes zelebrieren.

 

Gute Bäume, schlechte Bäume: Der deutsche Wald im Klimawandel

 

Mit dem Klimawandel und auf globalisierten Handelswegen kommen einst gebietsfremde Tier-und Pflanzenarten nach Mitteleuropa, so auch nach Deutschland.

In einer „Warnliste invasiver Arten“ veröffentlichte das Bundesamt für Naturschutz (BfN) 2013 eine Reihe von Arten, die teilweise ökologische und ökonomische Schäden verursachen könnten. Noch 2015 wird die EU ein Verzeichnis invasiver Arten aufstellen, die ein Gefahrenpotenzial darstellen und eingedämmt werden sollen.

Logo zum Tag des Waldes

Eine neue Experten-Studie des Deutschen Verbands Forstlicher Forschungsanstalten (DVFFA) widerspricht nun dem bundesamtlichen Naturschutz. In einer aktuellen Pressemitteilung teilt die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e. V. mit, dass die Autoren der neuen Studie die Aufnahme einiger Baumarten in diese Liste kritisieren. Sie betonen nicht nur deren nicht invasiven Charakter, sondern bezeichnen diese Baumarten vielmehr sogar als „anbauwürdig“. Ist es möglich zu beurteilen, ob und inwieweit eine neu zugewanderte Art nun wirklich schadet. Bedeutet das Zu- und Abwandern von Arten und somit eine Neu- oder Umverteilung im Rahmen des Klimawandels vielleicht auch, dass Natur besser damit zurecht kommt, als der Mensch. Und was bedeutet eigentlich „heimisch“, sind wir nicht alle mal von irgendwo „eingewandert“, ob Tier, Pflanze oder Mensch. Artenwandern gab es schon immer, aus den unterschiedlichsten Gründen und damit auch den Wandel von Flora und Fauna an einem Ort.

Welche Bedeutung jedoch alle Wälder für die Welt haben, das weiß doch eigentlich jedes Kind. Das sie unseren Schutz benötigen, auch wenn sich ihre Zusammensetzung ändert. Denn jeder einzelne Baum schenkt uns die Luft zum atmen.

In diesem Sinne könnten wir doch alle einen Baum pflanzen. Doch welcher ist denn da der richtige. Etwa der Exot, den ich mittlerweile in jedem Baumarkt kaufen kann oder in jedem zweiten Vorgarten erspähe. So auch der japanische Ahorn, ein wunderschöner Baum, aber doch auch nicht „heimisch“, oder doch.

CDC

 

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