Am Welttag der Biodiversität starten der Internetservice-Anbieter Tencent aus China und die Naturschutzorganisationen The Nature Conservancy (TNC) sowie der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) in China die Kampagne „Tencent für den Planeten“. Sie soll den illegale Onlinehandel in den sozialen Netzwerken Weixin, QQ und Mikroblog-Plattformen bekämpfen.
Damit stellt sich Tencent seiner gesellschaftlichen Verantwortung. Der Netz-Dienstleister hat den zunehmenden illegalen Wildtierhandel in seinen Netzwerken auch durch eine wachsende Anzahl von Beschwerden seiner Nutzer beobachtet. Als Konsequenz schloss das Unternehmen schon im März mehrere Accounts und Gruppen auf seinen sozialen Netzwerken. Dort waren User erwiesenermaßen im illegalen Wildtierhandel verwickelt.
Kooperation soll illegalen Wildtierhandel stoppen
„Die außerordentliche Reichweite und der Einfluss von Tencent sind enorm wichtig, um die Herausforderungen des Kampfes gegen den Wildtier-Schmuggel zu meistern.“, erklärt Mark Tercek, Geschäftsführer von TNC. „Mehr als 25.000 Elefanten werden jedes Jahr gewildert. Wir benötigen dringend mehr Kooperationen wie diese, wenn wir diese Art retten wollen.“
„Obwohl das Internet Plattform für den illegalen Wildtierhandel ist, bietet es auch große Hoffnungen, die gefährdeten Arten zu retten. Wir als IFAW sind ermutigt, dass Tencent nun in seinen sozialen Onlineplattformen aktiv wird, um den illegalen Wildtierhandel zu stoppen.“, sagt IFAW-Regionalleiterin in Asien, Grace Ge Gabriel.
„Das ist eine Win-Win Partnetschaft für Tencent. Wir haben die in China am meisten genutzten sozialen Online-Netzwerke und TNC und IFAW haben ein profundes Wissen über den Naturschutz und internationale Koalitionen“, ergänzt Kaitian Guo, der Vorsitzende des Tencent Wohltätigkeits Fonds. „Diese Verbindung signalisiert eine vielversprechende Kollaboration von Tencents Ressourcen und TNC sowie der Naturschutzexpertise des IFAW.“
19 Milliarden: Geschäfte der Wilderer und Schmuggler boomen

Eine anhaltend hohe Nachfrage nach illegalen Wildtierprodukten hat viele Arten wie Elefanten, Nashörner und Tiger schon beinahe zum Aussterben gebracht. Gegenwärtig erlebt die Welt ein nie dagewesenes Ausmaß der Wilderei, das sogar die Wilderer-Krise der 1980er Jahre zu übertreffen scheint. Damals wurden jährlich etwa 800 Tonnen Elfenbein aus Afrika geschmuggelt. Die Elefantenpopulation sank von 1,3 Million auf geschätzte 600.000 Tiere. Wissenschaftler schätzen, dass heute nur noch etwa 430.000 bis 500.000 Elefanten in Afrika leben.
Der Wert des weltweiten illegalen Wildtierhandels wird auf jährlich 19 Milliarden Euro geschätzt. Er nimmt damit den fünften Platz nach dem Schmuggel mit Drogen, Menschen, Öl und Fälschungen ein. Die schnelle Entwicklung der Onlinewelt ermöglicht Kriminellen, sie für unentdeckte, schnelle und nahezu überall mögliche Kommunikation zu nutzen. Dadurch gefährdet die Onlinewelt viele Arten und ihre Ökosysteme zusätzlich.
red
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