Die lebendige Verbindung von Regenwaldresten fördert die Vermehrung von Kolibris. Agrarökologen der Universitäten Göttingen und Münster haben in Zusammenarbeit mit amerikanischen Wissenschaftlern in Costa Rica herausgefunden, dass Korridore aus Bäumen und Sträuchern zwischen Resten tropischen Regenwaldes zur Zunahme der Kolibripopulation und deren Bestäuberleistung führt. Daraus resultiert weiterhin eine ansteigende Ausbreitung ihrer einheimischen Bestäuberpflanzen.
Zarte Bande für die biologische Vielfalt knüpfen
Landwirte können mit einfachen und kostengünstigen Maßnahmen die Bestäubung und Vermehrung einheimischer Pflanzenarten fördern, so die Ergebnisse der Studie. Sie zeigt auch, dass isolierte Pflanzen dagegen weit weniger Pollen mit entsprechend geringerem Fruchtansatz erhalten. „Hecken und lebende Zäune können in Waldgebieten, die durch starke Fragmentierung gekennzeichnet sind, große Bedeutung haben“, sagt Dr. Urs Kormann von der Abteilung Agrarökologie der Universität Göttingen. Die in Costa Rica einheimischen Helikonien platzierte Urs Kormann in Waldfragmenten. Die Forscher verfolgten dann den Pollenfluss, der mit Hilfe spezialisierter Kolibris erfolgte.
„Die Zerstörung und Fragmentierung natürlicher und naturnaher Lebensräume in Kulturlandschaften ist eine der wichtigsten Ursachen der augenblicklichen Verluste an biologischer Vielfalt und ihrer wichtigen ökologischen Funktionen“, betonen die Betreuer der Arbeit, Prof. Dr. Christoph Scherber vom Institut für Landschaftsökologie der Universität Münster sowie Prof. Dr. Teja Tscharntke, Leiter der Abteilung Agrarökologie der Universität Göttingen. „Deshalb sind der Erhalt und die Schaffung von verbindenden Landschaftselementen von zentraler Bedeutung.“ CDC
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