
Ein Verbot und die Ächtung von Uran-Munition will die Linksfraktion im Bundestag erzielen. Die Abgeordneten fordern in einem Antrag die Bundesregierung auf, „die Herstellung, den Einsatz, den Verkauf und die Lieferung von Munition, die abgereichertes Uran enthält, zu untersagen“.
Die Uran- und Uranoxid-Partikel der Geschosse würden bei einem Einschlag frei gesetzt und großflächig in der Umwelt verteilt, argumentieren die Politiker. Damit gefährdeten die Geschosse auch jene Menschen, die nicht unmittelbar von ihnen getroffen sind. Sie nehmen die strahlenden Partikel der Munition über die Haut auf, oder Atmen sie ein.
„Uranmunition“, schreibt jetzt der Pressedienst des Bundestags über den aktuellen Antrag der Fraktion, „ sei unter anderem während des Golf-Krieges, den Balkan-Kriegen, dem Irak-Krieg und auch in Afghanistan eingesetzt worden.“
Die Regierung soll nach dem Willen der Linken auch auf die „in Deutschland stationierten Truppen der Nato-Partner einwirken“, um diese zu einer Reduzierung der gefährlicehn Geschosse zu bewegen. Sie sollen „keine Uranmunition im Bundesgebiet lagern oder transportieren“.
Auch bei den Vereinten Nationen müsse die Bundesregierung aktiv werden, fordern die Linken, damit Uranmunition von der Staatengemeinschaft geächtet werde. Als Begründung führen die Politiker an, dass Gebiete, „in denen Uranmunition eingesetzt worden ist, dekontaminiert und Opfer unter der dortigen Bevölkerung medizinisch und finanziell unterstützt werden“ müssten.
Deshalb auch spricht sich die Oppositions-Fraktion für die Einsetzung eines entsprechenden UN-Sonderbeauftragten und die Einrichtung einer Stiftung aus.
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