Mario Broggi erhält EuroNatur-Preis 2013

Dr. Mario Broggi Foto:EuroNatur

Wie kaum ein anderer kämpfte Dr. Mario Broggi um den Erhalt der Biodiversität in Europa. Die Naturschutzstiftung EuroNatur zeichnete den Forstingenieur und Ökologen heute, am 9. Oktober mit dem EuroNatur-Preis aus.

 

„Mario Broggi versteht es, Forschung und Praxis in vorbildlicher Weise miteinander zu verbinden. Seit Jahren setzt er sich mit ungebrochenem Engagement und in vielfältiger Funktion dafür ein, das europäische Naturerbe für kommende Generationen zu erhalten“, begründet EuroNatur-Präsidentin Christel Schröder die Wahl des diesjährigen Preisträgers.

 

Insbesondere zum Schutz der Alpen hat Mario Broggi wertvolle Beiträge geleistet. Als Präsident der Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA von 1983 bis 1992 war der Schweizer maßgeblich am Zustandekommen der Alpenkonvention beteiligt. Als Direktor der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), die Broggi von 1998 bis 2004 leitete, setzte er wichtige Akzente für den Naturschutz in der Alpenregion.

 

 

Der Schutz der Buchenwälder liegen Broggi sehr am Herzen Foto: wikimedia commons/Darkone

Doch Mario Broggis Engagement reicht weit über die Alpen hinaus: In der Ukraine und in der Slowakei erreichte er die Ausweisung wichtiger Buchen-Urwälder als Weltnaturerbe. „Mario Broggi hat die Bedeutung der Rotbuche mit großem Weitblick erkannt und als Vorreiter der europäischen Buchenwaldbewegung wesentliche Schritte unternommen, um den Schutz alter Buchenwälder kontinentweit zu gewährleisten“, sagte Christel Schroeder bei der Preisverleihung.

 

Seit 40 Jahren bereist Broggi gemeinsam mit der Botanisch-Zoologischen Gesellschaft Liechtenstein-Sarganserland-Werdenberg griechische Inseln. Der Schweizer wirkte bei zahlreichen Publikationen über deren Flora und Fauna mit. So konnten wesentliche Wissenslücken über die Artenvielfalt auf den griechischen Inseln geschlossen werden. Im April 2005 besuchte Mario Broggi die Dodekanes-Insel Tilos und treibt seither gemeinsam mit EuroNatur und der Tilos Park Association (TPA) die nachhaltige Entwicklung der Insel voran. Ziel ist es, die Natur- und Kulturwerte von Tilos langfristig zu sichern.

 

 

Seit 2005 setzt sich Broggi für eine nachhaltige Entwicklung auf Tilos ein Foto:wikimedia commns/Chrischerf

Mario Broggi ist unter anderem Mitglied des Stiftungsrats der Bristol Stiftung in Zürich und Kuratoriumspräsident der liechtensteinischen Binding Stiftung. In dieser Funktion ist er maßgeblich an der alljährlichen Verleihung des „Großen Binding-Preises“ beteiligt, der zu den herausragenden Naturschutz-Auszeichnungen in Europa zählt.

CFE

 

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