
150.000 Adelie-Pinguine (Pygoscelis adeliae) verschwanden seit 2011 in der Commonwealth Bucht der Ostantarktis. Ein rund 2.900 Quadratkilometer großer Eisberg blockiert ihnen den Weg zu ihren Futterquellen. Jetzt müssen sie 60 Kilometer Umweg watscheln, ehe sie ans Meer und zu den Fanggründen mit frischen Fischen gelangen.
Eine Horrorsituation für die putzigen Vögel. Einst lebten etwa 160.000 Tiere in der Kolonie am Kap Dension. Seit der Kollision mit dem Eisberg schrumpfte die Anzahl dramatisch auf derzeit kaum 10.000 Tiere. Das zählen Wissenschaftler des Forschungszentrums für Klimawandel an der australischen University of New South Wales und des neuseeländischen West Coast Penguin Trust.
Klimawandel: Eisberg blockiert Weg zum Futter für Pinguine
„Sollte der Eisberg nicht wieder von der Küste losbrechen oder das Eis in der Bucht aufbrechen, könnte die Kolonie in 20 Jahren ganz verschwunden sein“, schreibt die Tageszeitung die Welt über das Destaster für die Tiere. Ursache für das Unglück ist der Einfluss des Klimawandels am Südpol. In ihrer Studie hatten die Forscher die Auswirkungen der Blockade durch den Eisberg „B09B“ für die Pinguine dokumentiert, indem sie die aktuellen Zählungen mit Daten aus den zurückliegenden 20 Jahren korrelierten.
Bei einer Expedition im Dezember 2013 fanden die Forscher, laut Welt, „Hunderte aufgegebene Eier sowie die gefrorenen Kadaver von Pinguin-Küken aus dem Vorjahr“. Die Beschreibung zeigt das ganze Ausmaß der Vogel-Katastrophe im ewigen Eis des Südpols. Noch vor 100 Jahren gab es dort so viele Pinguine, dass die Forscher der dortigen Forschungsstation wegen des dauernden Geschnatters keine ruhige Minute fanden. Das berichten die Jahrbücher der Station die 1911 Sir Douglas Mawson in der Bay einrichtete.
pit
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