Mit Plastik-Fasten gegen den Müllberg

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Plastik-Fasten: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ruft die Verbraucherinnen und Verbraucher auf – in der bis Ostersonntag dauernden Fastenzeit – so weit wie möglich auf Plastik zu verzichten.

Wichtig wäre es: In Deutschland werden jährlich rund zwölf Millionen Tonnen Plastik verbraucht. Damit liegt unser Land europaweit an der Spitze derjenigen, die am meisten Plastikmüll produzieren.

 

Plastikverzicht ist möglich: BUND berät Verbraucher

 

„Der viel zu hohe Verbrauch an Plastiktüten, Plastikverpackungen oder Plastikspielzeug ist leider alltäglich geworden“, sagt der BUND-Abfallexperte Rolf Buschmann. „Von rund zwölf Millionen Tonnen Plastik landen sechs Millionen Tonnen pro Jahr im Müll." Dies stelle eine enorme Verschwendung von Ressourcen und eine schwere Umweltbelastung dar. Seit den neunziger Jahren habe sich, so der Experte, die Menge an Plastikmüll hierzulande verdoppelt. "Nicht einmal die Hälfte des anfallenden Plastikmülls wird recycelt, das meiste wird mit dem Restmüll verbrannt", weiß Buschmann.

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Ein Großteil des Kunststoffs, den wir "entsorgen", landet am Ende in den Meeren. Buschmann: "Viele Plastikgegenstände verschmutzen inzwischen Meere und Strände. Riesige Plastikstrudel, Plastikreste und winzige Plastikteilchen werden Meerestieren wie Seevögeln, Seehunden, Walen oder Delfinen zum Verhängnis.“ Zudem reicherten sich an den winzigen Plastikteilchen auch Schadstoffe an, die zum Beispiel über Fisch und andere Meerestiere letztendlich auch auf unserem Teller landen. Neue wissenschaftlich Forschungen legen zudem den Schlussnahe, dass sich Mikroplastik auch in den Böden sammelt und dort zu Folgeschäden führt.

Dies kann Plastik-Fasten zumindest eindämmen. „Verbraucherinnen und Verbraucher können relativ einfach zur Reduzierung von Plastikmüll beitragen“, erläutert Buschmann den Aufruf des Umweltverbands. „Ein Anfang ist der Verzicht auf Plastiktüten. Hiervon werden in Deutschland jährlich 3,6 Milliarden verwendet. Die einzelne Tüte wird im Schnitt nur 25 Minuten benutzt und landet dann im Müll."

Eine Alternative zu den Plastiktüten sind mehrfach verwendete Stoffbeutel. „Wir raten Konsumentinnen und Konsumenten – wenn möglich – zu den Produkten ohne Verpackungen, in Mehrwegverpackungen aus Glas oder zu Verpackungen aus Papier und Karton zu greifen." So gäbe es beispielsweise den Joghurt auch in Gläsern, das Wasser in Flaschen und das Müsli in recycelbaren Papierpackungen, sagen die BUND-Fachleute.

Falls dies nicht möglich sei, sollten die Verbraucherinnen und Verbraucher die unerwünschten Plastikverpackungen im Laden zurücklassen. "Damit setzen sie ein deutliches Zeichen, dass die Vermeidung von Plastikmüll vor allem eine Aufgabe von Handel und Herstellern ist“, sagt der Abfallexperte.


red

 

 

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