26.06.2019

Weltweit führt die Intensivierung des Agrarsektors zu einer steigenden Abhängigkeit von chemischem Pflanzenschutz in der Landwirtschaft. Die Folgen sind nicht nur verunreinigte Gewässer und Verwehungen auf angrenzende Flächen und Wohngebiete, sie können auch unbeabsichtigt Wildtiere und Wildpflanzen schädigen. Der Mensch nimmt diese Ackergifte über Haut, Atemluft und Nahrung auf und kann davon krank werden.
Trotz behördlicher Risikoprüfung gelangen Pestizide auf den Markt, die krankmachen, nützliche Insekten schädigen und insgesamt zum Verlust an biologischer Vielfalt beitragen. Für PAN Germany steht fest: Wir brauchen eine Landwirtschaft, die nicht vom Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide abhängig ist.

Eine Reihe von Pestiziden wird darüber hinaus eine hormonelle Wirkungsweise zugeschrieben. Hierbei sind zusätzlich chemische Stoffe enthalten, die als sogenannte Endokrine Disruptoren (EDCs) bekannt sind. Dabei handelt es sich um Stoffe, die in das Hormonsystem von Menschen und Tieren eingreifen und wichtige hormongesteuerte Entwicklungsprozesse stören können. Besonders gefährdet sind diesbezüglich Kinder von der ersten Entwicklungsphase im Mutterleib bis zur Pubertät. Hormonell wirksame Pestizidrückstände finden sich heufig in konventionell angebautem Obst und Gemüse. Ebenso sind bestimmte Biozide, Pestizide zur Desinfektion, zum Materialschutz oder zur Schädlingsbekämpfung, EDCs oder stehen unter Verdacht, diese gefährliche Eigenschaft zu besitzen.
Obwohl die EU sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt hat, die Menge an EDCs mit denen Menschen, aber auch Haus-, Nutz- und Wildtiere in Kontakt kommen zu reduzieren, werden konkrete Maßnahmen verschleppt oder sind unzureichend, kritisieren Umweltverbände wie PAN Germany, aber auch Wissenschaftsverbände wie die International Endocrine Society.
Was muss sich ändern und was können wir zum Schutz von Gesundheit und Umwelt und für den Erhalt der Natur tun? Was muss sich politisch ändern?
Informationen dazu geben die Faltblätter:
Pestizide – Unterschätzte Risiken für Mensch, Umwelt und Natur.
Hormonell wirksame Pestizide – Eine schleichende Gefahr. (Quelle: PAN Germany)
red

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