
In Stockholm gab die Right Livelyhood Stiftung die aktuellen Träger des „Alternativen Nobelpreises“ bekannt: Für ihr Engagement ehrt die Stiftung Sheila Watt-Cloutier (Kanada), Kasha Jacqueline Nabagesera (Uganda) sowie Gino Strada (Italien). Einen sonderpreis erhält 2015 der Außenminister und das Volk der Marschall-Inseln „in Anerkennung ihrer Vision und ihres Mutes, mit rechtlichen Mitteln gegen die Atommächte vorzugehen, weil diese ihren Abrüstungsverpflichtungen aus dem Atomwaffensperrvertrag nicht nachkommen”, wie es in der Jury-Begründung heißt.
Monika Griefahn und der Stiftungsdirektor Ole von Uexküll verkündeten vor der Presse in Stockholm die Namen. Verliehen wird der Preis am 30. November im schwedischen Reichstag.
Schon 162 Träger des Alternativen Nobel-Preises
Die oft als „Alternative Nobelpreise“ bezeichneten Right Livelihood Awards stiftete Jakob von Uexküll 1980, um „jene zu ehren und zu unterstützen, die praktische und beispielhafte Antworten zu den dringendsten Herausforderungen unserer Zeit finden und erfolgreich umsetzen“. Insgesamt 128 solcher Vorbilder aus 53 Ländern schlugen ihm bis dato Menschen für die Auszeichnung vor. Mit den aktuellen Preisträgern zählt die Right Livelihood Award-Stiftung nun 162 Preisträger aus 67 Ländern. Mit den Preisträgern Kasha Jacqueline Nabagesera sowie Gino Strada kommen zum nun ersten Mal auch Menschen aus Uganda und Italien zu der Ehre eines Alternativen Nobelpreises.
Die Preisträger 2015

Sheila Watt-Cloutier erhält sie Auszeichnung „für ihren lebenslangen Einsatz für die Rechte der Inuit und für den Erhalt ihrer Lebensgrundlage und Kultur, die vom Klimawandel akut bedroht sind“.

Kasha Jacqueline Nabagesera wird geehrt, „weil sie sich trotz unerträglicher Einschüchterung und Gewalt mit Mut und Hartnäckigkeit für das Recht von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen auf ein Leben ohne Vorurteile und Verfolgung einsetzt“.

Gino Strada zeichnet die Stiftung aus, „für die Schaffung hervorragender medizinischer und chirurgischer Nothilfe für die Opfer von Konflikt und Ungerechtigkeit und für seinen furchtlosen Einsatz gegen die Ursachen von Krieg“.

Tony de Brum und die Menschen der Marschall-Inseln bekommen den Preis „in Anerkennung ihrer Vision und ihres Mutes, mit rechtlichen Mitteln gegen die Atommächte vorzugehen, weil diese ihren Abrüstungsverpflichtungen aus dem Atomwaffensperrvertrag nicht nachkommen”.
red
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