Neues italienisches Umweltnetzwerk zielt auf aktive Beteiligung der Nutzer Mit „Qcumber“ hat der italienische Ingenieur Giuseppe Magro ein umweltfreundliches soziales Netzwerk geschaffen. Es versteht sich jedoch nicht nur als reine Informationsquelle von Umweltbedingungen im eigenen Wohnort.
Nutzer können sich auch aktiv an der Datensammlung und der Überwachung ihrer unmittelbaren Umgebung beteiligen. Die Plattform dient somit auch als Grundlage zur Umorientierung der italienischen Regierung in Sachen Umweltpolitik.
Wenig Aufwand - Große Wirkung
Das Kernstück der Plattform ist eine Geo Database, das tausende von Daten über Mülldeponien, Verbrennungsanlagen und andere Entsorgungseinrichtungen enthält. Sie wurde zuvor vier Jahre lang in Montichiari auf der kommunalen Mülldeponie getestet. "Der von unserem Team entwickelte Algorithmus verarbeitet die über Google Maps übermittelten Standortinformationen", so Giuseppe Magro.
"Qcumber versteht sich als kostenfreie Anwendung, über die jeder Wissenswertes über die Umweltbedingungen an seinem Wohnort erfahren kann", ergänzt Giuseppe Magro. Zur aktiven Beteiligung der Nutzer stehen eine App und zusätzlich eine kostenfreie Telefonnummer zur Verfügung. Mithilfe des Algorithmus werden Meldungen und Vorschläge der Bürger mit den bereits gesammelten Umweltdaten kombiniert. Das System generiert eine Mitteilung an die Gebietskörperschaften, um entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
Anerkennenswerte Projekte
Google, Intel und Cisco haben das Umweltnetzwerk Qcumber bereits in die Rangliste der 100 besten Projekte weltweit gewählt.
Auf ein bestimmtes Vermüllungsproblem aufmerksam machend, aber dafür nicht weniger anerkennenswert ist die von Arne Krämer entwickelte Poop Bag Map . Auf ihr können alle Finder von hinterlassenen Hundekotbeuteln ein Foto samt GPS-Geodaten hochladen. Dabei unterstützt ihn global°: Gemeinsam wollen wir mit Krämer und möglichst vielen Hamburger Müllsammlern auf der Poop Bag Map dokumentieren, wo Hundehalter bisher die Hinterlassenschaft ihrer Vierbeiner entsorgen und damit die Stadt unnötig mit Plastik vermüllen. So dokumentiert die interaktive Karte bald das ganze Ausmaß einer bislang versteckten Misere. CDC
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