
Streusalz schadet Natur und Tieren. Der Bund für Umwelt und Natur (BUND) bittet alle Bürger auf Streusalz zu verzichten. Es gibt genügend umweltfreundliche Alternativen.
Väterchen Frost zieht auch diesen Winter wieder über deutsche Straßen. Da entpuppt sich der Marsch zum Supermarkt oder die Autofahrt zur Arbeit schnell als Rutschpartie. Um da Unfälle und gebrochene Beine zu vermeiden, streut der Winterdienst fleißig Salz auf deutsche Straßen und Gehwege - im Jahr 2011 über 4 Millionen Tonnen.
Institutionen wie der BUND warnen jedoch vor dem üblichen Streusalz. Dieses wäre schädlich für Böden, Bäume und Tierpfoten. Zudem versalze es unser Grundwasser. Um nun gesunde Menschen- sowie Tierbeine zu gewährleisten, empfiehlt der BUND auf alternative Streumittel umzusteigen. Laut BUND zeigen sich die Schäden an Bäumen und Sträuchern in den Sommermonaten. Schätzungen zufolge sterben in Europa jährlich über eine Millionen Bäume auf Grund von Streusalz.
Trinkwasservorkommen und Ökosysteme werden zusätzlich belastet
Korrosionsschäden an Fahrzeugen aller Art und an Brücken gehen häufig auf das Konto von Streusalz. Schuhe und Kleidung werden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. In vielen Kommunen sei der private Einsatz von Streusalz deshalb zu Recht verboten. Auch die oftmals als ökologisch propagierten Alternativen Splitt und Granulat sind nicht die umweltfreundlichsten Alternativen. Diese können giftige Substanzen wie Arsen, Blei oder Quecksilber enthalten.
Um den Erhalt unserer Trinkwasserressourcen und den Bestand unserer Ökosysteme zu gewährleisten, schlägt der bayerische Landesbeauftragte des BUNDs, Richard Mergner folgendes vor: „Wir empfehlen, Gehwege gründlich und rechtzeitig mit Schippe oder Besen zu räumen. Bei Eis und erhöhter Glättegefahr bieten sich Sand, Kies oder Sägespäne als Streumittel an. Ansonsten sollten nur Streumittel verwendet werden, die das Umweltzeichen haben. Auch wenn die Straßenmeistereien Streusalz verwenden dürfen heißt es noch lange nicht, dass der Salzeinsatz unbedenklich wäre. Bitte beachten Sie die Streusalzverbote auf Gehsteigen“. Der Blaue Engel veröffentlichte in einer Liste umweltschonende Streumittel, die Privathaushalte bedenkenlos verwenden können.
In der Schweiz kam man auf eine richtig pfiffige Idee: Traubenkerne als Streusalz. Global° berichtete bereits letztes Jahr über diese ökologische Erfindung. Das Granulat ist komplett biologisch abbaubar.
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