
“Andere Festtage dienen der Erinnerung, der Tag des Baumes weist in die Zukunft.“ Diese Worte führen uns zurück zu den Wurzeln: 1872 reichte der Journalist Julius Sterling Morton einen Arbor-day-resolution-Antrag an die Regierung von Nebraska ein. Mit durchschlagendem Erfolg: Innerhalb von nur 20 Jahren war der Tag des Baumes USA-weit geboren- und erreichte von dort aus die ganze Welt.
Nach Beschluss der FAO (Food and Agriculture Organisation) 1951 ist der Tag seit 1952 auch in Deutschland fest etabliert. An jedem 25. April pflanzt hierzulande alle Welt symbolisch Bäume, um an die vielfältige Bedeutung des Waldes zu erinnern: von der essentiellen Sauerstoffquelle über den wertvollen Lebensraum und Erholungsort, bis hin zum Rohstofflieferanten, der Stabilisierung des Bodens und dem Schutz des Grundwassers.
Nachhaltigkeit mit Stern
Da erstaunt es nicht weiter, dass das Prinzip der Nachhaltigkeit vor genau 300 Jahren ausgerechnet im Wald entstand. Anlässlich dieses Jubiläums plant der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DWFR), gemeinsam mit dem Mineralwasserkonzern Gerolsteiner, die Wiederaufforstung einer im Jahr 2010 von Orkansturm Xynthia verwüsteten Windwurffläche in der Eifel. Der Plan: Das 25.000 Quadratmeter große Gebiet mit 12.500 Traubeneichen und 3.125 Hainbuchen bepflanzen.
„So sorgsam, wie die Forstwirtschaft seit 300 Jahren unsere Wälder und ihre Schätze behütet und nutzt, bewahrt Gerolsteiner seit 125 Jahren die Quellen seines einzigartigen Mineralwassers“ – so wird es bald auf acht Millionen Wasserflaschen der Marke Gerolsteiner zu lesen sein. Denn die Buchen und Eichen lassen weniger Wasser verdunsten und mehr versickern als die vormaligen Fichten südöstlich von Gerolstein. Ein Gewinn für den Wasserhaushalt in jenem Gebiet. Hier können Sie sich mit der Aktion vertraut machen und aktiv Ihre Stimme zur Wiederaufforstung abgeben!

Baum der Liebe: Die Sommerlinde
Übrigens: Auch für frisch Vermählte oder lang Verheiratete kann der Tag des Baumes zur besonderen Bedeutung werden. Wussten Sie, dass es in Deutschland Hochzeitswälder gibt? Martin Krabbe vom Amt für Grünflächen und Umweltschutz in Münster erklärt: „Für jeweils zwei Pflanzaktionen pro Jahr können sich die Eheleute anmelden, in deren Auftrag wir die Anpflanzung übernehmen. So können Hochzeitspaare und -jubilare trotz fehlender eigener Gärten oder zu kleiner eigener Grundstücke ein prächtiges Symbol ihrer Liebe und Treue pflanzen und damit fast für alle Ewigkeit ein Zeichen setzen.“ Romantisch, oder?
Natürlich kommen sowohl in Münster als auch in Hamburg und Berlin, wo derzeit die größten Hochzeitswälder stehen, nur einheimische Bäume in die Erde, die unter den gegebenen Bedingungen auch natürlich wachsen würden. Dazu zählen laut Krabbe unter anderem Hainbuche, Spitzahorn, Stieleiche und Esche. Am beliebtesten ist jedoch die als „Baum der Liebe“geltende Sommerlinde mit ihren herzförmigen Blättern.

Baum des Jahres 2013: Der Wildapfel
Zum „Baum des Jahres“ wurde heuer übrigens der wunderschön blühende Wildapfel (Malus sylvestris) gewählt. Er zählt zu den seltensten und gefährdeten Baumarten in Deutschland. Nehmen wir uns zu seinem Erhalt ein Beispiel an Martin Luther, der sagte: „Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“
Wie kaum ein anderes Symbol steht der Baum für Beständigkeit und kontinuierliches Wachstum. Machen Sie sich zum Tag des Baumes seine Bedeutung bewusst: Beim genüsslichen Picknick im Schatten der hölzernen Riesen, beim geruhsamen Waldspaziergang oder beim Aufsuchen Ihres persönlichen Lieblingsbaums. Oder haben Sie nicht Lust, zum Spaten zu greifen und selbst einen Baum zu pflanzen? NISO
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