Thailand will Elfenbein-Handel verbieten

Foto: Zollfahdung

Erster Erfolg für den Artenschutz: Zum Auftakt der Cites-Konferenz in Bankok überraschte Premierministerin Yingluck Shinawatra damit, den bislang in ihrem südostasiatischen Staat noch zulässigen Verkauf von Stoßzähnen zu streichen. Sie reagierte damit auch auf den Druck von 1,5 Millionen Menschen – die hatten eine Petition des WWF und von Avaaz im Internet unterschrieben.

 

Damit hatte Thailands Regierungschefin der 16. Artenschutzkonferenz gleich zu Beginn ein echtes Geburtstagsgeschenk bereitet. Vierzig Jahre nach Gründung in den USA nämlich beraten die Mitgliedsländer des Washingtoner Artenschutzabkommens bis zum 14. März in Bangkok auf der Vertragsstaaten-Konferenz über rund 70 neue Anträge. Damit sollen bedrohte Tiere weltweit besser geschützt werden. Immerhin verzeichnen die so genannten „Roten Listen“ inzwischen etwa 35.000 Tier- und Pflanzenarten, mit denen der Handel genehmigungspflichtig oder ganz verboten ist.

 

WWF will Hölzer, Haie oder Schildkröten besser schützen

 

Der Kampf gegen den illegalen Elfenbeinhandel steht hoch oben auf der Agenda der Artenschutzkonferenz, den die Wilderei gegen Elefanten ist außer Kontrolle. „Bislang galt Thailand als Teil des Problems“, schreibt die Agentur News Aktuell, „da dort Elfenbein aus nationalen Beständen legal gehandelt werden kann.“ Das eröffnete den illegalen Hehlern Schlupflöcher.

 

Thailand gilt unter Artenschutzexperten seit langem als „Waschanlage“ für in Afrika gewilderte Elefanten oder Nashorn-Trophäen: Allein im zurückliegenden Jahr wurden in Afrika über 30.000 Tiere erschossen und ihnen danach Stoßzähne und Nashorn abgesäbelt.

 

Foto: WWF

Die Experten des World Wide Fund For Nature (WWF) verfolgen in Bankok noch weitere Artenschutzziele. Sie wollen neue Arten in die Anhänge des Abkommens aufzunehmen. „Vor allem gefährdete Hölzer, diverse Schildkrötenarten und bedrohte Haie und Rochen sind im Fokus“, betont die Naturschutzorganisation zu Beginn der Verhandlungen.

 

So gelten die Flossen bedrohter Hai-Arten in Asien als Delikatesse. Palisander, Eben- und Rosenhölzer sind wiederum für den Möbel- und Musikinstrumentenbau von Bedeutung. „Die Listung von betroffenen Arten auf den Anhang II würde den internationalen Handel regulieren, die Listung auf Anhang I komplett verbieten“, betont WWF-Spezialist Volker Homes vor Ort in Thailand das Ziel seiner Organisation.

 

 

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