
Tiefgreifende Wirkung: Das Wasser der Ozeane ist stärker verschmutzt als bislang angenommen.
Wissenschaftler der Oregon State University (OSU) und vom Centre for Environment, Fisheries and Aquaculture Science im Vereinten Königreich fischten 600 bis 1.600 Meter tief für ihre Forschung im Golf von Biskaya vor der Westküste Frankreichs und Spaniens. Nach deren Angaben fanden sie dabei zum allerersten Mal Tiere, die zugleich männliche und weibliche Geschlechtsorgane hatten. Ursache, so die Wissenschaftler in Ihrer Veröffentlichung im Fachblatt Marine Environmental Research sind Chemikalien. Bekannt war das Phänomen bislang nur bei aquatischen Lebewesen aus Oberflächengewässern, in die etwa Pflanzenschutzmittel oder Industrieabwässer geleitet werden.
Veränderungen in der Sexualität der Tiefsee-Fische durch Chemikalien
„Nun erkennen wir erstmals auch in weit abgelegenen Regionen, dass vom Mensch genutzte Chemikalien einen pathologischen Effekt auf wild lebende Tiere in bislang geschützten Lebensräumen zeigen“, kommentiert OSU-Mikrobiloge Michael Kent die Ergebnisse der Forschung im Tiefenwasser des Atlantiks.
Noch, so der Forscher, sei es vielleicht zu früh, um eindeutig den Zusammenhang zwischen der Wasserverschmutzung und den Mutationen in den Fischen zu belegen. Möglich weären auch natürliche Vorgänge. Er fordert daher weitere Forschungen auf dem Gebiet.
pit
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