Der Blutzoll ist hoch wie bisher noch nie: Die britische Zeitung The Guardian und die Naturschützer von Global Witness zählen 2017 bereits 127 getötete Aktivisten - die meisten Opfer sind Ranger im Kongo und Umweltschützer in Brasilien.
Es ist eine traurige Liste, die die Zeitung veröffentlichen muss: Namen und Todesdaten von Kämpfern für mehr Gerechtigkeit. Sie alle gaben ihr Leben, weil sie die Zerstörung der Landschaft, die Vertreibung indigener Völker oder die illegale Jagd und die Ausbeutung von Bodenschätzen anklagten und mt ihren Aktionen verhindern wollten.
Im Schnitt vier ermordete Kämpfer für ein gerechtes Leben
Rund vier dieser unermüdlichen und unerschrockenen "Helden" wurden im laufenden Jahr Woche für Woche ermordet. Jäger und wilderer gehören ebenso zu den skrupellosen Tätern der Verbrechen wie Großgrundbesitzer oder deren Helfeshelfern und rücksichtslose Unternehmer, die ihre Profite schwinden sehen, wenn die Naturschützer und Menschenrechtsstreiter ihre arbeit fortsetzen könnten.
Global Witness publiziert eine Liste, die zeigt, wie gefährlich Umweltschützer weltweit leben.
Die aktuellen Zahlen publiziert nun der Guardian. Danach sind seit Beginn ihrer weltweiten Zählung im Jahr 2015 die meisten Opfer (132) in Brasilien zu beklagen. Mit weiteren 75 getötenen Aktivisten seit 2015 belegen die Philippinen den 2. Platz in dieser traurigen und zugleich empörenden Rangliste. Diese zeigt auch, dass HOnduras das weltweit gefährlichste Land für Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten ist. In dem mittelamerikanischen Land sterben laut Guardian pro Einwohner die meisten Gegner von Umweltzerstörung und menschlicher Ausbeutung.
pit
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