13.02.2017

Keine brillante Idee des US-Präsidenten: Donald Trumps Grenz-Mauer zum Schutz vor illegalen Einwanderern aus Mexiko wird wohl gleich mehrere bedrohte Tierartren zusätzlich stark gefährden, befürchten Artenschützer in Amerika.
Mit seinem Federstrich unter das Dekret vom 25. Januar verschlechtert der US-Präsident mit seiner symbolhaften und populistischen Gutsherren-Politik das Überleben von gut 50 (!) Arten, die in dem sensiblen Ökosystem der Wüsten an der US-mexikanischen Grenze heimisch sind. Die gut 1.100 Kilometer lange Grenzbefestigung, die bereits seit 2006 weite Teile zwischen den beiden nordamerikanischen Staaten unpassierbar macht, trennt viele Tiere von deren Zugang zu den Wasserstellen in der Wüste. Die Tiere müssen verdursten. Der Zaun kappt zudem die Wege, auf denen Pumas, Wüstenfüchse, Bären oder Stachelschweine sich zur Balz treffen und damit für Nachwuschs sorgen.
Trumps Grenzmauer hält nur die Tiere auf – nicht aber Menschen
Schon heute sind 30 Prozent der Grenze nach Mexiko undurchlässig. Das trifft aber vor allen die Tiere. Menschen, das bestätigte eine jetzt von der Agentur Environmental News Network (ENN) zitierte britische Studie von 2014, hält eine noch so sehr gesicherte Grenze jedoch keineswegs davon ab, die Seite in das jeweils andere Land zu wechseln.
Jesse Lasky, wissenschaftler an der Pennsylvania State University hat die auswirkung der Befestigungen an der Grenze auf die Ökosysteme in beiden Staaten untersucht. Seine Sztudien veröffentlichte er bereits 2011 im Fachorgan SciDev.Net.Ergebnis: Mindestens 50 bringt die Separation durch eine Grenzmauer in die Gefahr, dort nicht langfristig existieren oder gar überleben zu können.
pit
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