
Keine Chance: Einem Bericht der UN-Umweltbehörde UNEP zufolge führen Wildhüter und Polizei einen zunehmend aussichtslosen Kampf gegen immer mehr und immer professionellere Umwelt-Straftäter. Die Verbrechen sind in den zurückliegenden zwei Jahren um mehr als ein Viertel angestiegen.
26 Prozent: So viel kletterte die Zahl der Umwelt-Verbrechen laut dem UN- Bericht „The Rise of Environmental Crime“ auf dem Planeten. Das berichtet jetzt Environmental News Network.
Armut als Ursache: Umwelt-Verbrechen finanzieren Milizen
Wilderer, illegale Holzfäller, Schmuggel mit Tierprodukten vornehmlich für den asiatischen Schwarzmarkt, illegale Diamanten und Gold-Gräber, Abfall-Händler oder das Verschieben von Chemikalien: Diese Delikte bringen nicht nur Millionen- Gewinne in der Dunkelzone. Sie lösen immer häufiger den Menschen- und sogar den Drogenhandel ab, wenn kriminelle Banden ihre Kassen füllen wollen. Diese Täter sind laut den Erkenntnissen der UN-Ermittler längst weltweit vernetzt und praktizieren ihr illegales Geschäft arbeitsteilig.
Armut und Perspektivlosigkeit begünstigen die Kriminalität. Auch das ist eine Erkenntnis des Berichts. Auch instabile Gesellschaften sind ein Nährboden für Umweltverbrechen. Mit ihnen finanzieren sich etwa viele Milizen.
Mehr Geld für den Kampf gegen Schmuggler, Wilderer und Abfall-Maffia
Dabei sind die Bösen bei weitem besser und modernder ausgerüstet als die Guten. Geldmangel macht es den Rangern schwer, mit ihren Gegnern mit zu halten. Während die Wildschützer oft nur alte Gewehre besitzen und sich zu Fuß durch weite Gebiete schlagen müssen, verfügen ihre Kontrahenten über neueste Waffen und Fahrzeuge, Nachtsichtgeräte oder Kommunikationskanäle. Korruption und Vetternwirtschaft erschwert es vielen Behörden, Fälle aufzuklären. Eine Erkenntnis aus dem UN-Bericht: Der Kampf gegen die Banden bedarf neuer Ausrüstung und Dimensionen, die internationale Gemeinschaft müsse müsse sich dessen bewusst werden und die Mittel zur Verfügung stellen – sonst sei der Kampf schon jetzt verloren.
pit
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