
Artenschutz durch wirtschaftlichen Druck: Eine neue US-Regelung untersagt künftig die Einfuhr von Fischereiprodukten, wenn die Fischer aus anderen Nationen sich nicht an die für US-Fischer geltenden Bestimmungen für den Schutz der Meeressäuger halten.
Der Marktzugang ist für Fischer aus aller Welt lukrativ. Deshalb erstritten jetzt Artenschützer vor einem US-Gericht, dass sich alle Exportnationen, die Meeresfrüchte auf dem US-Markt verkaufen wollen, an strenge Fangmethoden halten müssen. So soll verhindert werden, dass noch immer weltweit einige Hunderttausend Delfine und Wale in Netzen verenden oder an Haken sterben, weil die Methoden der Fischer keine rücksicht auf die Tiere nehmen.
Neue „delfinsichere“ Einfuhrregeln in die USA gelten ab 2022
650.000 Meeressäuger, so schätzen Artenschützer, sterben auf diese Weise Jahr um Jahr in den Ozeanen. Das berichtet jetzt Center for Biological Diversity. Die Wissenschaftler verweisen auf die neuen Bestimmungen, an die sich künftig alle Importeure von Fischen oder Meeresfrüchten in die USA halten sollen. Die erließ der National Marine Fisheries Service.
Kleiner Wermutstropfen: Due Regeln treten nach einer Übergangsfrist erst 2022 in Kraft. Bis dahin müssen alle Fischereinationen Nachweisverfahren aufbauen, die die Einhaltung der Regeln überprüfbar machen – sonst dürfen sie ihre Waren nicht länger in die USA liefern.
pit
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