Vor Japan schlachten Fischer Delfine

Japanische Fischer schlachten Delfine vor Taiji Foto: WDSF

Grausames Delfin-Schlachten: Im Sommer sind die „Flipper“ in der Bucht von Taiji (Japan) ein Tourismus-Spektakel und Vergnügen für Badegäste. Jetzt im Winter selektieren Fischer die Meeressäuger für ihr barbarisches Zubrot: Die einen Tiere kommen in Delfinarien und fristen fortan ein Leben in Gefangenschaft. Den andern droht der sichere Tod: Sie landen als Delfin-Steak auf den Tellern.

Rund 250 Tiere trieben Fischer nach Angaben des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) in die enge Bucht vor dem japanischen Küstenort. „Darunter befinden sich Familienverbände mit trächtigen Delfinen und viele Delfinbabys“, schreibt der WDSF in einer Pressemeldung über die blutige Aktion. Ein schneeweißes Albino-Delfin-Baby war dabei nach Angaben der Tierschützer ein Volltreffer für die Fischer: Bei „einem Verkaufspreis von <linmk http://globalmagazin.com/themen/natur/debatte-16-delfine-im-bundestag/> einer halben Million Dollar für den kleinen Delfin“ war der kleine Meeressäuger ein „guter Fang“.

 

Jedes Jahr schlachten Japaner weitere 20.000Delfine ab

 

Das Ritual beschreiben die WDSF-Mitglieder so: „Während rund 50 Delfine bereits für Delfinarien aussortiert wurden und jeweils einen Verkaufspreis von bis zu 150.000 US-Dollar erzielen, wartet der Rest der Delfine seit drei Tagen ohne Nahrung und in permanenter Panik auf den sicheren Tod.“

Das Töten der Delfine begründen die Fischer laut WDSF mit der japanischen Tradition und dem Argument, dass die Delfine den Fangfisch wegfressen würden. WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller kontert: „Das brutale Treiben muss sofort und auf Dauer beendet werden. Auf Japan lasten Hundertausende von Delfinleben. Die Abschlachtungen sind völlig sinnlos und jedes Jahr finden weitere 20.000 Delfine in Japan ihren Tod.“

Der WDSF bewklagt das Verhalten der Fcischer nicht allein. Die US-amerikanische Botschafterin in Tokio, Caroline Kennedy, die Tochter des 1963 ermordeten Präsidenten John F. Kennedy, twitterte dazu: „Wir sind sehr besorgt. Treibjagden mit Todesfolge sind unmenschlich. Die US-Regierung ist klar dagegen.“


pit

 

 

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