
Breiter Protest gegen den Tagebau im Braunkohlerevier: Professoren, Umweltaktivisten, Politiker – aus Deutschland und der ganzen Welt kommen die Mails - von Jungen und Älteren. Eine Webseite wird zur Plattform gegen die Zerstörung der Landschaft und für den Klimaschutz.
Der Tweet an die globalo-Redaktion ist eindeutig. ClimateAktivism fordert „ziviler Ungehorsam gegen Kohlekraft: Widerstand & Solidarität von GRÜNEN bis LINKE wächst“.
Protest gegen RWE und Braunkohle-Gruben ist grenzenlos
Nur wenige Wochen, nachdem Medien ein frühes Ende der Gruben in Nordrhein-Westfalen angekündigt hatten, scheint die Idee verflogen. Das Verfassungsgericht hat einen Stopp von Garzweiler II abgelehnt! Der Kampf um die bedrohten Dörfer ist wieder entbrannt. Trotz Energiewende setzt auch die Politik wieder auf die CO2-Schleudern zur Energieproduktion.
Der Protest aber regt sich:
„Neben der damit einhergehenden ökologischen Schadensmaximierung offenbart sich zugleich ein ökonomischer Amoklauf: Dies sind die letzten verzweifelten Zuckungen eines Industriemodells, das so oder so nicht zu retten sein wird“, twittert Philosophioe-Professor Nico Paech.
„Civil disobedience is making it entirely clear that RWE are the real criminals“, zwitschert der Klima-Aktivist Bill McKibben von 350.org.
„Die Klimakonferenz in Warschau und der Weltklimarat haben kürzlich erneut verdeutlicht, dass wir dringend von den fossilen Energieträgern wegkommen müssen. Doch leider ist diese Einsicht bei den Energieunternehmen noch nicht angekommen“, ist das Urteil des Wiener Professors für internationale Politik, Ulrich Brand.
Oder der Politologe Emar Altvater: „Das Verlangen von RWE ist skandalös und lächerlich zugleich. Die Rechtsanwälte von RWE sollten doch von den Politikern, die sich zu Konferenzen treffen, um die CO2-Emissionen weltweit zu begrenzen und daher dabei sind, das Geschäftsmodell von RWE zu schädigen, eine „Unterlassungsverpflichtungserklärung“ verlangen. Doch das tun sie nicht, weil sie von der Erfolglosigkeit der Gipfeldiplomatie wissen, weil sich die Braunkohle-Giganten bislang allen Reduktionsverpflichtungen entziehen konnten.“
red
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